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Anna Krammig – «Penumbra»

Anna Krammig – «Penumbra»
Ausstellungen
o.T. 2016, 40 x 30 cm, Öl auf Leinwand

Samstag, 07.10.2017 - Sonntag, 19.11.2017

Mo: geschlossen
Di: 14 bis 17 Uhr
Mi: 14 bis 17 Uhr
Do: 14 bis 17 Uhr
Fr: 14 bis 17 Uhr
Sa: 10 bis 17 Uhr
So: 10 bis 17 Uhr

Städtisches Museum Engen + Galerie
Klostergasse 19
78234 Engen (DE)

Telefon: +49 (0)7733 501 400
Internet: www.engen.de
Karte

Ausstellung

Interieurs, in denen lediglich Gegenstände in gedämpfte Farben sowie Licht und Schatten getaucht sind, geben vielleicht am anschaulichsten den Begriff des Stilllebens, des stillgestellten Lebens wieder. In Anna Krammigs lasierender Ölmalerei werden Schatten von Gegenständen oder menschlichen Figuren auf sonnenbelichtete Hauswände projiziert und mit der „realen“ Architektur, der „realen“ Vegetation verbunden, ohne dass Gegenstand und Schatten einen Wirkungszusammenhang eingingen. Die Schatten gewinnen, unabhängig von ihren Verursachern, ein Eigenleben, das umso eindringlicher wirkt, als die derart strukturierte Imagination an die Stelle des bloß Sichtbaren, gemeinhin Vertrauten rückt. Das kaum Sichtbare öffnet auf diese Weise den Blick für das verborgene Leben zwischen und hinter den Gegenständen, für das Ungreifbare, Unheimliche. Die 1981 in Heidelberg geborene, heute in Zürich lebende Künstlerin kultiviert den Blick für das Unscheinbare, Unspektakuläre, das sie in das Zentrum ihrer Malerei rückt. Das Tiefenleuchten des Immateriellen überschreitet die Schwelle zum Sichtbaren, durchdringt den Raum, erhält die Würdeform des Dinglichen, ohne jedoch in den Sog purer Gegenständlichkeit zu geraten.

Mit den Worten Jean-Christophe Ammanns: „Alle Bilder von Anna Krammig sind irgendwie Stillleben. Stille Leben mit Gerüchen wie aus der Erinnerung gemalt, mit neugierigen Blicken, wie wir sie aus der Kindheit gewohnt sind. Aber da ist kein Pathos, sondern ein aufmerksames Gliedern von Licht und Schatten, von Zimmerfluchten und Blickkorridoren, von Flächen und Raumtiefen. Es sind vor allem die Interieurs, die die Künstlerin in letzter Zeit in Anspruch nehmen. Fast möchte man sagen: vergegenständlichte Abstraktionen, sparsam, aber doch mit den entscheidenden, ins Wahrnehmungsfeld gerückten Details: Eine Türklinke, ein Thonetstuhl, ein Heizkörper mit Wärmeregulator, eine spaltweit geöffnete Tür, eine Geländerverzierung.“

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