Im Frühsommer 1913 ereignen sich in einem kleinen protestantischen Dorf im Norden Deutschlands seltsame Dinge: ein mysteriöser Reitunfall des Doktors, dessen Pferd ein gespanntes Seil zum Stürzen gebracht hat; im Sägewerk stirbt eine Bauersfrau, die in Diensten des Barons ihre Arbeit ausführte; das Kind des Barons wird misshandelt. Das gegenseitige Misstrauen im Dorf wächst zunehmend und weitere beunruhigende Vorfälle ereignen sich. Wer steckt dahinter? Merkwürdig verhalten sich vor allem zwei Kinder des Pastors, die von diesem mit grösster Strenge erzogen werden und als Zeichen der Demut ein weisses Band an ihrem Arm tragen müssen. Der junge Lehrer versucht, der Sache auf den Grund zu gehen. Doch aus den Kindern ist nichts herauszukriegen...
Mit «Das weisse Band» hat Michael Haneke («La Pianiste») seinen bisher eindrücklichsten und besten Film gedreht, der den Zuschauer voll in seinen Bann zieht: anspruchsvoll, vielschichtig und faszinierend. Ruhige Bilder ohne Gewaltszenen in kargem Schwarzweiss und glasklarere Dialoge zeichnen den mehrfach preisgekrönten Film aus.
Regie: Michael Haneke (D/A/F/2009); D ab 14 J.; 150 Min.
Besetzung: Ulrich Tukur, Ursina Lardi, Detlev Buck