Auch Konstantin Weckers neues Programm „Leben im Leben“ bietet Worte und Reime, die ins Schwarze treffen, zu wunderbar gespielten Klaviermelodien. Neue Titel mit alten Klassikern wechselnd, geben einen aufschlussreichen Einblick in Weckers jahrzehntelanges kreatives Schaffen. Mit von der Partie ist Jo Barnikel (Keyboard und Horn). Die beiden gastieren auf Einladung des Kulturzentrums GEMS am Mittwoch, 24. Februar, um 20 Uhr in der Stadthalle Singen.
Erfolg hatte der 1947 in München geborene Konstantin Wecker nicht immer. Dafür meistens eine Botschaft. Am Flügel und Mikrofon singt er seit vierzig Jahren gegen die Mächtigen und die Machtverhältnisse in der Welt an. Trotz seiner bewegten Lebensgeschichte ist Konstantin Wecker seit Langem eine Konstante in der Musikszene dieser Republik. Zu sehr drängen sich die aktuellen Themen auf, wollen die Missstände in der Gesellschaft angeprangert. Der Künstler tendiert zwischen feiner Poesie und beißender Ironie, Politik wechselt sich mit Witz und Lebenslust ab. Doch bei aller schlitzohriger Verweigerung bleibt er immer eins: authentisch. „Einer der stärksten Triebe, die ich habe, ist es mich ausdrücken zu wollen, mich ausdrücken zu müssen."
Konstantin Wecker ist ein poetischer Triebtäter, ein Apostel des richtigen Lebens im falschen, ein Spinner, ein Spötter, ein toller Musiker, Backbuchautorinnengatte und Verfasser einer Biografie, die er „Die Kunst des Scheiterns“ genannt hat. Einer wie er kann vor einem Publikum, das aus allen Altersstufen kommt, locker mit seinem Alter kokettieren. Kann Witze über sich selber machen und Blitze schleudern, und weil er musikalisch sowieso alles kann, lässt er's krachen. Sein Konzertmotto stammt aus dem neuen Lied „Kein Ende in Sicht“. Bei der Vielzahl seiner Lieder ist auch dieses Programm letztendlich ein Best-Of-Programm.
Begleitet wird Wecker wie fast immer in den vergangenen zehn Jahren von seinem Freund Jo Barnikel, der das Keyboard und das Horn übernimmt und dabei wie immer eine glänzende Figur macht. Die Atmosphäre zwischen diesen beiden Musikern wirkt unglaublich intim, wie sie sich Blicke zuwerfen, die von großer Übereinstimmung und Vertrautheit gezeichnet sind. Das macht sich auch im Spiel bemerkbar und nicht umsonst ist Jo Barnikel laut Wecker „der einzige, der es schafft meinen musikalischen Eskapaden so schnell zu folgen". Mit seinem musikalischen Untermalungen schafft Barnikel die ideale Grundlage um Weckers gleichzeitig sanftes und kraftvolles Klavierspiel zu unterstützen. Außerdem sind Norbert Nagel (Saxophon, Klarinette, Oboe) und Sven Faller (Bass) als musikalische Gäste dabei und für das Stück „D Zigeiner san kumma“ zwei Zigeuner-Gitarristen, die sichtbar aufgeregt durch ein außerordentliches Spiel begeistern.
Eintrittspreis:
40,50/39,00/36,00/34,00 €