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Ursula Wentzlaff – «Vom See weg malen»

Ursula Wentzlaff – «Vom See weg malen»
Ausstellungen

Samstag, 20.05.2017 - Sonntag, 02.07.2017

19:30 Uhr

Mo: geschlossen
Di: 14 Uhr - 18 Uhr
Mi: 14 Uhr - 18 Uhr
Do: 14 Uhr - 18 Uhr
Fr: 14 Uhr - 18 Uhr
Sa: 11 Uhr - 17 Uhr
So: 11 Uhr - 17 Uhr

Kunstmuseum Singen
Ekkehardstrasse 10
78224 Singen (DE)

Internet: www.kunstmuseum-singen.de
Karte

Eröffnung / Vernissage

Aquarelle, Zeichnungen, Gemälde.

2017 wäre die Malerin und Graphikerin Ursula Wentzlaff (1937–2014), deren freies künstlerisches Werk erstmals umfassend 1994 in Singen, im Alten Umspannwerk, vorgestellt wurde, achtzig Jahre alt geworden. Bis zuletzt hat sie in ihrem „Blechhaus“ in Kressbronn gearbeitet. Das Kunstmuseum Singen würdigt mit rund 80 ausgestellten Arbeiten das Werk eines frei denkenden Menschen und einer ungewöhnlichen Künstlerin vom Bodensee, „die trotzdem keine Bodenseemalerin war“ – so der Schriftsteller Arnold Stadler, der Ursula Wentzlaff schätzte. Wentzlaffs Arbeiten, bevorzugt intime klein- und großformatige Aquarelle und „schräge“ Zeichnungen, ergänzt um einige Gemälde, sind – einerseits – Verdichtungen ihres lebenslangen Staunens über die Erscheinungsformen des Lichts, einer Landschaft und der Farben der Natur sowie – andererseits – wunderliche, dabei stets emphatische Träume, Gesichte, Grenzerfahrungen über die Natur des Menschen. „Eigentlich“, so Ursula Wentzlaff, „besteht die ganze Welt aus Linien und Batzen. Von Anfang bis Ende. Und darüber hinaus.“

Ursula Wentzlaff hat in den 1950er Jahren Fotografie und Fotografik in Köln, Malerei, Zeichnen und Design in Düsseldorf und Stuttgart studiert und arbeitet bis in die 1990er Jahre als Grafikdesignerin in München, Bochum und am Bodensee. Für große Konzerne wie kleine Unternehmen erarbeitete sie erfolgreich Werbekampagnen, bis sie sich zu Beginn der 1990er Jahren entschieden und ausschließlich der freien künstlerischen Arbeit zuwandte. Ihre bevorzugte Technik wurde das nicht nur kleinformatig gestaltete Aquarell. Sie eröffnete sich damit – scheinbar aus dem Nichts, in Wirklichkeit auf der Grundlage einer gereiften, ungewöhnlich eigenständigen Persönlichkeit – eine ganz neue, eigene Welt, in der sich treffende Alltagsbeobachtung mit gewitztwuchernder Phantastik kreuzt. „Ich habe in meinem Leben kaum eine solche Malerin wie die Wentzlaff getroffen, die, wenn ich genau hinschaue, überhaupt keiner Ergänzung bedarf. Sie ist als Künstlerin vollständig. Sie ist ganz da“, schrieb Arnold Stadler 2001.

EUR 5,-- / EUR 3,-- (reduziert)
Donnerstags: Eintritt frei!

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