Vortrag zum Thema «Aus dem Alltag eines Politikwissenschafters» (Lic. hist. Claude Longchamp, Politikwissenschafter, Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen, Leiter des Forschungsinstitutes gfs.bern, Bern)
«Der mit der Fliege», «Hochrechnung zur eidgenössischen Volksabstimmung vom 8. Februar» oder «Wahlbarometer-Umfrage zu den Nationalratswahlen 2007». Das alles kennt man aus meiner Tätigkeit als Politanalyst für verschiedene Schweizer Medien. Doch das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus meiner Tätigkeit als Politikwissenschafter.
Von der Ausbildung her Historiker, habe ich mich in den letzten 20 Jahren intensiv mit meiner Gegenwart beschäftigt. Der Fall der Berliner Mauer, das europäische Integrationsprojekt, das Schweizer Nein zum EWR 1992 haben meine Aufmerksamkeit für das geweckt, was ausserhalb der Schweiz geht.
Doch blieb es nicht dabei stehen, vielmehr habe ich mich intensiv damit beschäftigt, warum Menschen Gentechnologien in der Nahrung ablehnen, warum sie ohne zögern zum Handy greifen, und warum sie sich mit dem Klimawandel befassen.
In all diesen Themen geht es um öffentliche Meinung, um Meinungen, die heute vor allem über die Massenmedien verbreitet werden, um Meinungen, die wir in unserem Alltag und in unsere eigene Meinungsbildung aufnehmen, bis wir uns selbst entscheiden müssen.
Das alles ist zunächst sehr individuell, vielleicht sogar persönlich. Doch bleibt es nicht dabei: Es wird politisch, wenn wir uns in Volksabstimmungen oder Wahlen äussern, sagen, was die Mehrheit will und was nicht. Und selbst das nicht einfach zufällig, sondern folgt bestimmten Regelmässigkeiten.
So fallen Antworten auf die gleichen Fragen in Schaffhausen und Genf, in Bern und Zürich oder in Uri und im Jura mit grosser Konstanz immer wieder verschieden aus. Was macht also die Meinungen der Bürger und Bürgerinnen in der Schweiz aus?
Ich mache ein Experiment. Ich erzähle in diesem Vortrag aus meinen jüngsten Erfahrungen als Politikforscher, um eine Antwort auf die aufgeworfenen Fragen zu finden.
Eintritt: Fr. 15.–
Internet: www.seniorenuni-sh.ch
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