8. Festkonzert
Homero Francesch, Klavier
Adrian Oetiker, Klavier
Johann Sebastian Bach
Goldberg-Variationen, BWV 988 (in der Fassung für zwei Klaviere
von Josef Gabriel Rheinberger und Max Reger)
Johann Sebastian Bach
Aus der «Kunst der Fuge»: Contrapunctus 12 und 13
Ferruccio Busoni
Fantasia contrappuntistica für zwei Klaviere (1922)
Die drei bestehenden Teile seiner «Clavier-Übung» hat Bach um die «Aria mit dreissig Veränderungen» ergänzt, die er anscheinend im Zusammenhang mit seinem Schüler Goldberg schrieb. Dieses Cembalowerk hat die Bach-Enthusiasten im frühen 20. Jahrhundert zu unterschiedlichen Reaktionen veranlasst. Max Reger hat den komplizierten Klaviersatz für zwei Klaviere bearbeitet und um ganz neue Elemente bereichert. Die letztgültige Redaktion dieser Version hat allerdings der liechtensteinische Komponist Josef Gabriel Rheinberger besorgt.
In der «Kunst der Fuge» lassen zwei Fugen besonders aufmerken: Nicht nur erscheinen sie in einer einzigen Gestalt, sondern auch in einer Fassung, in der sich sämtliche Stimmen Note für Note spiegeln. Diese beiden doppelten oder «Spiegelfugen» bedürfen nicht nur eines, sondern zweier Tasteninstrumente zur Darstellung der mannigfaltigen und tief greifenden Stimmverläufe. An der Schwelle zum 20. Jahrhundert gehörte der italienische Pianist und Komponist Ferruccio Busoni zu den eifrigsten Förderern von Bachs Musik. Busoni, der von 1915 bis 1920 in Zürich lebte, betätigte sich als Herausgeber und Bearbeiter von Bachs Werken, aber besonders auch als Komponist im Geiste bachscher Musik. Die «Fantasia contrappuntistica» veröffentlichte er in verschiedenen Fassungen, zuletzt auch für zwei Klaviere. In dieser Monumentalkomposition setzte er sich kreativ mit den Tonbuchstaben B-A-C-H wie auch mit der gesamten «Kunst der Fuge» auseinander.
Einführung: 18.30 Uhr, Kronenhof
Preise in CHF: 60.–, 40.–, 30.–, 20.–