Samstag, 18.12.2010 - Sonntag, 09.01.2011
Der Vebikus feiert sein 25jähriges Bestehen mit der Ausstellung «5ä20i».
Seit jeher setzt sich der Künstlerverein für die Präsentation zeitgenössischer Kunst ein, mit einer gewissen Gewichtung der Region, aber mit zahlreichen nationalen und internationalen Einsprengseln. Stets war man offen für Überraschungen, für Unkonventionelles und Experimentelles und überliess den ausstellenden KünstlerInnen viel Freiheit.
Früher war der Vebikus in den Räumlichkeiten des TapTab einquartiert, bis dann vor 12 Jahren in die Kammgarn gezügelt wurde. Es waren über 300 KünstlerInnen, die in dieser Zeitspanne in Einzel-, Doppel- oder Gruppenausstellungen zu sehen waren. Von einigen hat man nie mehr etwas gehört, andere sind einen weiten Weg gegangen. Doch unabhängig davon wurden alle angeschrieben und gebeten, ein Werk an diese Jubiläumsausstellung beizusteuern.
Mehr als die Hälfte hat zugesagt.
Die Dimensionen wurden vorgegeben: Allen stand eine einheitliche Kartonbox kleiner als eine Schuhschachtel zur Verfügung. Diese dient als Minikoje für ein Objekt oder eine Installation oder, wenn sie gedreht wird, als Wändchen für ein zweidimensionales Werk.Die Boxen werden auf Tischen zu Türmen aufgebaut und in den Räumlichkeiten des Vebikus präsentiert.
Es ist eine – gelinde gesagt – kunterbunte Ausstellung, denn was die KünstlerInnen schliesslich eint, ist alleine die Tatsache, dass sie im Vebikus ausgestellt haben. Die künstlerischen Sprachen und die verwendeten Techniken divergieren maximal. Es findet sich sogar Video dabei, was vor 25 Jahren in diesem Miniformat kaum möglich gewesen wäre, jedoch heute dank I-Phone & Co kein Problem mehr ist. Und es wird spannend sein zu sehen, was KünstlerInnen, die früher die Vebikus-Hallen für eine ausufernde Installation benutzten, nun mit dem Millionen Mal kleineren Raum anstellen.
Vor allem aber ist «5ä20i» auch als ein Konzentrat der Vebikus-Geschichte mit weit über 100 oftmals hochklassigen Ausstellungen anzusehen.