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8. Ars Braemia-Musikfestival

8. Ars Braemia-Musikfestival
Klassische Musik

Donnerstag, 13.06.2019

20:15 Uhr

Spitzkirche
Spitzkirche
8462 Rheinau

Karte

Ars Braemia in Zusammenarbeit mit Klosterkonzerte Rheinau, Stiftung Fintan, Reformierte Kirchgemeinde Rheinau-Ellikon

ZEIT OHNE ZEIT

Ohne einen Zeitablauf ist Musik für einen Zuhörer nicht wahrnehmbar. Der Begriff ist aber mehrdeutig: Es gibt innere und äussere, „virtuelle“ und „echte“ Zeit, Uhrzeit und Lichtzeit oder wie der Mystiker Fleming aus dem 17. Jahrhundert es ausspricht: „Ach dass doch jene Zeit, die ohne Zeit ist, käme/ und uns aus dieser Zeit in ihre Zeiten nähme“.

Thüring Bräm und Ulrich Gasser haben in Zusammenarbeit mit der Theologin Eva Tobler ein Konzept erarbeitet, das in sechs Konzerten und vier Räumen den Zeitbegriff in seinen unterschiedlichen Deutungsformen musikalisch artikuliert: mit ihren eigenen Kompositionen und Konzepten, die sie durch Werke der Vergangenheit ergänzen. Als Ausgangspunkt zum Thema dient Ulrich Gassers Uraufführung von „Stukkatur“ für zwei Klaviere, 14 Bläser und Schlagzeug, die eine radikale „Suche nach der verlorenen Zeit“ ist.

Das Eröffnungskonzert in der Spitzkirche nimmt den Stilwandel in der Darstellung von Zeitabläufen zum Thema. Die barocken Orgelwerke in der Bergkirche werden durch fünf Uraufführungen von Schweizer Komponisten und Komponistinnen unterschiedlicher Generationen kontrastiert, die jeweils einen Textausschnitt über Zeit in ihrer Weise musikalisch umsetzen. Die Klaviertriomatinée vom Sonntag weist auf die geschichtliche Dimension „Wie die Zeit vergeht...“ hin (wie in Schuberts „Himmlischer Länge“ oder Gassers „zertrümmerten Worten“ oder Bräms historischen Erinnerungen „Zeitspiegel“). „Zeitloses Vergnügen“ herrscht in den melodisch-romantischen Stücken der Serenade vom Samstagabend. Das Festival schliesst am Sonntagnachmittag mit den Basler Madrigalisten ab, die mit Bach, Bräm und Gasser in „neuen Zungen reden“.

Erstklassige Ausführende lassen diesen Zyklus zu einem erstklassigen Erlebnis werden.


DONNERSTAG, 13. JUNI 2019
Konzert 1, Spitzkirche, 20.15 Uhr


«Zeiten-Sprünge»

Ulrich Gasser, „Landschaft mit Styx (Hüben und Drüben)“
für Flöte (Alt-/Bassflöte), Harfe und Violoncello (2018, UA)

Willem de Fesch, aus der Sonate Nr.1 a-moll
für zwei Violoncelli (Preludio-Largo, Tempo di Gavotta)

Thüring Bräm, „Testaccio“ (2017 UA)
für zwei Violoncelli

Jacques Ibert, Trio für Flöte, Violoncello und Harfe


Barbara Schlatter-Wiederkehr, Flöten
Jürg Eichenberger und Monika Haselbach, Violoncello
Julia Wacker, Harfe


Eintritt frei - Kollekte

Bühne
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