
Donnerstag, 03.05.2012
17:00 - 19:00 Uhr
Haberhaus
Die Schaffhauser Jazzgespräche werden veranstaltet vom Schaffhauser Jazzfestival in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia und dem Schweizer Musik Syndikat SMS.
Leitung:Frank von Niederhäusern
Realisation:Frank von Niederhäusern, Urs Röllin, Barbara Ackermann
3. – 5. Mai 2012
Heute: Jazz und Pop als Traumpaar?
Wolfram Knauer (Leiter Jazzinstitut Darmstadt) Referat
Diskussion mit Nick Bärtsch, Pianist, Komponist, Bandleader Zürich, Corinne Windler, Saxerin Biel, Marc Stucki, Saxer Bern, Ulrich Stock, Redaktor zeit.online Hamburg (Gesprächsleitung: Ueli Bernays, Redaktor NZZ Zürich)
Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Jazz als «Klassik der Moderne» geadelt. Dies hauptsächlich von Wissenschaftlern und Musikkritikern. Die Jazzer selbst konnten mit solchen Stilisierungen nichts anfangen. Für sie war und ist Jazz eine Musik der Offenheit, des Austauschens und Experimentierens. Spätestens seit den 90er-Jahren, als sich Jazz und HipHop annäherten, öffnen sich Jazzer vermehrt auch populärmusikalischen Stil- und Spielarten. Dies führte zu manch interessanten Begegnungen, aber auch zu problematischen Projekten und Leerläufen. Und zu einer Entwicklung, die einen Kritiker unlängst von einer Zeit schreiben liess, «da Jazz mit allen möglichen Stilen kungelt und so an seiner Selbstauflösung arbeitet.» Wie steht es um die Offenheit des Jazz? Sind diese stilistischen Grabensprünge als Kungelei oder neue musikalische Ästhetik zu sehen? Löst sich der Jazz selbst auf? Gilt es ihn zu schützen und zu bewahren? Und: Wie viel Pop erträgt der Jazz – und umgekehrt?
Der Eintritt zu den Jazzgesprächen ist frei