Samstag, 29.09.2012 - Sonntag, 28.10.2012
Vernissage ihrer Doppelausstellung
Alexandre Joly
«Fire Squirrel»
Die erste institutionelle deutschschweizerische Ausstellung von Alexandre Joly (Genf).
Alexandre Joly ist ein in der Romandie recht etablierter Künstler und war in zahlreichen Ausstellungen vertreten. Trotz Unterstützung durch eine Zürcher Galerie (Römerapotheke) ist er aber in der Deutschschweiz weitgehend unbekannt. Es ist uns nun ein Anliegen, sein Werk breiteren Kreisen zu öffnen.
Jolyʼs eigenwillige Arbeit ist geprägt von einem poetischen Surrealismus mit bisweilen schwarzem Humor und naturwissenschaftlichen Ahnlehnungen. Er wird in unseren Räumen eine raumspezifische Installation machen, wie sie für ihn typisch ist. Solche Installationen evozieren beim Betrachter umgehend Geschichten, die auf eigene Erfahrungen und auf die Kindheit zurückgehen (können). Es liegt Magie im Raum.
Bestandteile der Installationen sind oftmals ausgestopfte Tiere und pflanzliche Fundstücke. Man wähnt sich etwa in einer verwunschenen Waldlichtung, die sanft beschallt wird. Denn an den Wänden installiert Joly wunderschöne, komplexe Ornamente aus Hunderten von winzigen Lautsprechern, aus denen ätherische Klänge ertönen und einen Sound-Teppich über alles legen.
Die Webseite des Künstlers www.alexandrejoly.net bietet einen schönen Einblick in dessen Welt.
Beat Wipf
«Ansagmaman - das Country Girl»
Beat Wipf (*1982 Wildensbuch) lebt und arbeitet in Winterthur, Wildensbuch und Berlin. Er ist Teil und Mitbegründer des Kollektivs Antipro (www.antipro.ch) und seine Arbeiten wurden bereits in der Kunsthalle Luzern, in der Kunsthalle Winterthur, im OXYD Winterthur und im Rahmen der Swiss Art Award gezeigt. Er arbeitet, die Malerei als Denksystem benützend, in unterschiedlichen Medien und hat in Zürich und Luzern studiert und zwei Jahre als Assistent bei Albert Oehlen gearbeitet.
Die Ausstellung im VEBIKUS ist seine erste grössere Einzelausstellung seit 2007. Sein Schaffen ist der steten Erweiterung seiner Möglichkeiten gewidmet, und diese Ausstellung zeigt aktuellste Arbeiten, die zum grössten Teil im Jahr 2012 entstanden und noch nirgends gezeigt wurden. Ausgehend von der Leinwand als Ding sind erste skulpturale Arbeiten und Installationen im Raum angedeutet. Alles entsteht jedoch aus dem dringlichen Denken am und im Bild. Es ist ein Bilderdenken, das aus allen möglichen Quellen schöpft und wenig bis nichts versucht auszuschliessen. So entstehen Arbeiten mit unterschiedlichsten Motiven und Weisen und doch ist eine sehr eigene expressive und präzise Handschrift erkennbar. Konzept und Reflexion sind wichtiger Bestandteil einer solch breiten und ausufernden Arbeitsweise. Sie werden dem Betrachter jedoch nicht aufs Auge gedrückt. Denn die Erkenntnis soll nicht der alleinige Zugang zum Werk des Künstlers sein.