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Anna Lena Grau – «Packstücke»

Anna Lena Grau – «Packstücke»
Ausstellungen
Packstücke, 2017/18, Foto: Heiko Neumeister

Samstag, 08.06.2019 - Sonntag, 11.08.2019

Mo: geschlossen
Di: 14 bis 17 Uhr
Mi: 14 bis 17 Uhr
Do: 14 bis 17 Uhr
Fr: 14 bis 17 Uhr
Sa: 11 bis 18 Uhr
So: 11 bis 18 Uhr

Städtisches Museum Engen + Galerie
Klostergasse 19
78234 Engen (DE)

Internet: www.engen.de
Karte

Ausstellung

Anna Lena Grau wurde 1980 in Hamburg geboren und studierte dort von 2000 – 2007 an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) bei Hanne Loreck und Pia Stadtbäumer. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Galerie in der Wassermühle Trittau, wo die Künstlerin 2018/19 Stipendiatin ist.

Die dreidimensionalen Objekte und Installationen von Anna Lena Grau lassen sich als offene Kunstwerke bezeichnen, als Anstöße und Anregungen für gedankliche Prozesse, die an der Schnittstelle von wissenschaftlichen und kulturhistorischen Phänomenen anzusiedeln sind. So beschäftigt sich die Künstlerin beispielsweise mit Faltenwürfen, die aus Ton modelliert, aus einzelnen Abgussfragmenten einer verlorenen Form zusammensetzt oder in Holz geschnitzt werden. Die dabei entstehenden tiefen Furchen und Auswölbungen erinnern gleichermaßen an natürliche Prozesse, etwa die Abtragung und Verformung von Gestein durch Wasser, als auch an bildkünstlerische Verfahren wie das Schnitzhandwerk. Ein zentraler Gedanke, den Anna Lena Grau in ihren künstlerischen Produktionen aufwirft, besteht darin, das Material und seine kulturhistorische Dimension als unabgeschlossenen, prinzipiell auch umkehrbaren Werdeprozess darzustellen. Wenn sie etwa die aus Metallbarren bestehende Ladung eines im 14. Jahrhunderts vor Christus gesunkenen Schiffes aus Kunststoffgranulaten entsorgter Plastikwaren nachgießt, spielt sie auf das Transformationspotenzial an, das in den Barren, seien sie aus Metall oder aus Plastik steckt, an ihre Umwandlung in recycelbare Handelswaren oder skulpturale Zeichen. In der Anschauung von Anna Lena Grau gibt es keinen Gegenstand, der durch Gestaltveränderung und gedankliche Assoziation nicht in sein Gegenteil verkehrt, wenigstens aber zu einem anderen Gegenstand im fließenden Kontinuum von Raum und Zeit werden könnte.

Bühne
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