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Anna Meyer – «Paint to politain – Nachkrisenmalerei»

Anna Meyer – «Paint to politain – Nachkrisenmalerei»
Ausstellungen

Freitag, 19.08.2011 - Freitag, 28.10.2011

Mo: geschlossen
Di: 10 bis 18.30 Uhr
Mi: 10 bis 18.30 Uhr
Do: 10 bis 20 Uhr
Fr: 10 bis 18.30 Uhr
Sa: 9 bis 17 Uhr
So: geschlossen

Galerie Mera
Webergasse 17
8200 Schaffhausen

Internet: www.galerie-mera.ch
Karte

Ausstellung ihrer Werke

Der Kunstverein Schaffhausen zu Gast in der Galerie mera.

In Metropolen wie Berlin, Wien oder Tokio hat die 1964 in Schaffhausen geborene und aufgewachsene Künstlerin Anna Meyer ihre Arbeiten in den vergangenen Jahren präsentiert. Die bisher einzige Einzelausstellung in ihrer Heimatstadt jedoch liegt schon 15 Jahre zurück. Umso mehr freuen sich der Kunstverein Schaffhausen und die GALERIE mera, mit «Paint to Politain – Nachkrisenmalerei» unter anderem auch Anna Meyers neuste, noch nirgends gezeigte Werkgruppe zeigen zu können.

Ihre Ausbildung hat Anna Meyer in Zürich und Luzern absolviert, inzwischen lebt und arbeitet sie in Wien. Neben ihrer internationalen Ausstellungstätigkeit unterrichtet sie auch. Als Kuratorin war sie ebenfalls schon aktiv, und ihr Schaffen ist mit internationalen Preisen gewürdigt worden.

Wieso nun ausgerechnet Anna Meyers Werk? Weil es an der Zeit ist, es wieder in Schaffhausen auszustellen, sicher. Zentraler Beweggrund ist jedoch die Tatsache, dass sie in ihren Arbeiten verbindlich so konkrete wie universelle Phänomene der Gegenwart aufgreift. Ihr Anlass variiert von Werkgruppe zu Werkgruppe, die Klammer indes ist doch stets die selbe: Anna Meyer besitzt ein empfindsames Bewusstsein für den Zeitgeist, sie hat einen kühl-sachlichen Blick auf die Regeln des inzwischen praktisch globalen Prinzips Markt und beschäftigt sich dadurch nicht zuletzt auch mit den Eigenarten des Systems Politik sowie dem Streben von allem und jedem nach Aufmerksamkeit. Hier besonders beliebt: das Mittel der Unterhaltung. Zum Politainment ist es da nicht weit – womöglich sind wir da gar schon angekommen. Aber was heisst das? Ist das gut? Nein? Egal?

Die Bezugnahme aufs Hier und Jetzt und damit auch aufs Gewöhnliche, auf die Sorgen, Hoffnungen und Einschränkungen von Individuen und Gruppen, auf die Verheissungen der Werbung... Diese Bezugnahme ist
das, womit Anna Meyer Relevanz herstellt – unmittelbar. Wobei das Banale vielleicht nur banal erscheint. Denn könnte es auch sein, dass ihm unterschwellig Tragisches zugrunde liegt? Oder eher Tragisch-Komisches? Auf alle Fälle sind Anna Meyers Bilder Maschinen – Denkanstossmaschinen.

Dieser herben Materie stellt Anna Meyer einen Kontrapunkt entgegen: ihre kräftigen, leuchtenden, geradezu fröhlich wirkenden Farben. Etwa weil auch sie nicht davor gefeit ist, zu locken und nach Aufmerksamkeit zu streben? Ja, durchaus. Vor allem geht es ihr jedoch um den Kontrast, um einen Widerspruch – denn unter anderem mit diesem Kunstgriff macht Meyer deutlich, dass es sich bei ihren Bildern nicht, respektive nicht in erster Linie, um Anklagen handelt. Sie analysiert, macht deutlich, schärft den Blick. Symptomatisch kommt dieses Kolorit etwa auf dem Cover der Einladung zur Geltung, dem ein eigens von Anna Meyer für diese Ausstellung geschaffenes Künstlerplakat zugrunde liegt.

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