Samstag, 17.10.2009
21:00 Uhr
Barbara Balzan verbindet ihren Hintergrund und ihre Liebe zum Jazz mit der Frage nach der Funktion der Stimme in der zeitgenössischen Musikkultur. Die Stimme als hauptsächlich erzählendes Instrument, und ebenso als Klanginstrument mit verschiedenen Facetten, wagt sich ins Zentrum, um sich neue Wege zu eröffnen. Ihre mühelose Dynamik überzeugen ebenso wie ihre Natürlichkeit, die sie als Musikerin ausmacht.
Das beste Trio, das man sich zu dieser Stimme und ihrer eigenständigen Musik vorstellen kann, besteht aus dem einfühlsamen Zürcher Pianisten, Gregor Müller, dem Mailänder Kontrabassisten, Attilio Zanchi mit seinen geschmackvollen Basslinien und dem erdigen Schlagzeuger, Tony Renold. Zusammen eröffnen sie den ZuhörerInnen eine Lebendigkeit, die unter die Haut geht.
Eigenkompositionen, und zum Teil irisch angehauchte Stücke sind mit einem roten Faden verbunden, wie auch Stücke von Komponisten wie Sting, The Beatles und Antonio Carlos Jobim oder eine wunderschöne Ballade des Schauspielers und Komponisten, Clint Eastwood.
Paolo Fresu begann seine Karriere in einer lokalen Band seiner Heimatstadt, wo der Jazzbassist Bruno Tommaso auf ihn aufmerksam wurde und ihn 1982 in seine Band holte.
Er studierte bis 1984 am Konservatorium von Sassari und besuchte danach die Universität für Musik und Bildende Künste in Bologna als Schüler des Trompeters Enrico Rava. Bereits 1985 veröffentlichte Fresu sein erstes Album Ostinato. Im folgenden Jahr 1986 begleitete er Tommaso auf einer USA-Tournee. Die folgende Zusammenarbeit mit Furio Di Castri (Bass) und Aldo Romano (Schlagzeug) war äußerst erfolgreich.
Paolo Fresu trat mit seinem Angel Quartet mit Nguyên Lê, Antonello Salis, Furio Di Castri und Roberto Gatto auf, sowie mit dem Paolo Fresu Quintet and Sextet, mit Tino Tracanna (sax), Roberto Cipelli (p), Attilio Zanchi (b), Ettore Fioravanti (dr); im Duo mit Furio di Castri, im Trio mit Di Castri und James Taylor (The Open Trio), der Band Palatino (mit Glenn Ferris, Michel Benita und Aldo Romano), der Formation P.A.F. (mit Furio di Castri und Antonello Salis) sowie mit Jan Balke und Pierre Favre (Fresu-Di Castri-Balke-Favre) und der Band Paolo Fresu Euro4th.
Barbara Balzan wurde am Zürcher Jazz Festival als beste Solistin und als Pro Argovia Artistin 2007/2008 gewählt.
Eintritt: Fr. 45.-