Samstag, 11.05.2013 - Sonntag, 09.06.2013
Arbeiten auf Papier
Vom 11. Mai bis am 9. Juni 2013 zeigt die Stiftung Joseph Gnädinger in Ramsen die Ausstellung „Menschen“ mit Bildern der Kunstmalerin Beatrix Schären.
Beatrix Schären lebt und arbeitet in Feuerthalen/ZH und in Oira/Crevoladossola/Italien.
1940 geboren und aufgewachsen in Schleitheim, liess sich Beatrix Schären an der Kunstgewerbeschule (damals unter der Leitung von Johannes Itten) und an der Textilfachschule Zürich ausbilden. Sie arbeitete dann für einige Jahre in der Entwurfsabteilung der Firma Stoffel, St.Gallen und machte sich 1964 als frei schaffende Kunstmalerin und Illustratorin selbständig. Seither hat sie an zahlreichen Gruppenausstellungen mitgewirkt und im In- und Ausland rund 35 Einzelausstellungen bestritten.
Beatrix Schären ist verheiratet mit Fritz Schären und hat drei Söhne grossgezogen.
Die Ausstellung „Menschen“ zeigt einen kleinen Ausschnitt des immensen, facettenreichen und eigenwilligen Werkes, das in über 50 Jahren entstanden ist. Früh in ihrem Leben hat Beatrix Schären einen Satz in ihr Tagebuch geschrieben, der auch heute noch unverändert Gültigkeit hat: "Meinem Dasein begegnen, indem ich male". Malen steht dabei in gleicher Weise für Zeichnen, an Skulpturen oder Büchern arbeiten usw. Zeichnend nähert sie sich allem, was sie umgibt – und zeichnend hinterlässt sie auf ihrem Weg Spuren. Man findet denn auch in ihrem Tagebuch den Satz: "Malen ist meine Art der Auflehnung gegen das Spurlos-Werden."
Beatrix Schären macht selten Einzelzeichnungen, sondern meistens thematische Serien. Ein zentrales Thema ist und war dabei von Anfang an der Mensch.
In den 70er und 80er Jahren rückten - entsprechend dem gesellschaftlichen Wandel und den politischen Entwicklungen– sozial- und zeitkritischere Themen in den Vordergrund. Als sie dabei die wohltuende Harmonie geometrischer (und oft stark farbiger) Bildgestaltung hinter sich liess – nicht zuletzt, weil sie sich immer noch zu stark an die frühen, dem Bauhaus verpflichteten Vorbilder gebunden fühlte – wandte sie sich zuerst zeichnend, dann aber auch malend, dem Thema "Frau" zu. Sie hat damals geschrieben: "Keine Überlegung, ob das, was ich mache, Kunst ist – Frauenkunst – oder was? Was ich mache, ist in seiner Gesamtheit eine Demonstration für den Menschen und – selbstverständlich, da ich eine Frau bin – auch für den weiblichen Menschen."
Und an einem andern Ort – unter dem Eindruck des Krieges in Bosnien – lesen wir: "Angesichts dessen, was eine von machtbesessenen Regierungen gelenkte Kriegsmaschinerie unter den Menschen anrichtet, scheint es unsinnig, zu zeichnen. Aber weil es eben diese leichtverletzlichen Menschen sind, die leiden, kann ich nicht Abstraktes, muss ich vielmehr menschliche Körper darstellen“.
In einer Ausstellungsbesprechung jener Zeit war zu lesen: "Beatrix Schären hält uns mit ihren Bildern nicht nur Spiegel hin; ihre Arbeiten erschöpfen sich auch nicht in der Darstellung eines destruktiven Weltbildes. Bei längerem Betrachten kann man im Gegenteil Hoffnung erkennen“.
Die Künstlerin ist anwesend:
Vernissage 11. Mai 2013 15 bis 17 Uhr
jeweils am Sonntag 14 bis 17 Uhr
Finissage Sonntag 9. Juni 2013 14 bis 17 Uhr