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Blickpunkt: Yves Netzhammer

Blickpunkt: Yves Netzhammer
Ausstellungen
Junge Äste ahmen alte Geweihe nach und alte Geweihe junge Äste 1999, Yves Netzhammer

Freitag, 15.10.2010 - Sonntag, 23.01.2011

Mo: geschlossen
Di: 11 bis 17 Uhr
Mi: 11 bis 17 Uhr
Do: 11 bis 17 Uhr
Fr: 11 bis 17 Uhr
Sa: 11 bis 17 Uhr
So: 11 bis 17 Uhr

Museum Allerheiligen
Münsterplatz
8200 Schaffhausen

Internet: www.allerheiligen.ch
Karte

Die Kunstabteilung präsentiert eine frühe Videoarbeit von Yves Netzhammer (geb. 1970 in Affoltern am Albis) aus der Sammlung des Museums zu Allerheiligen mit dem geheimnisvollen Titel Junge Äste ahmen alte Geweihe nach und alte Geweihe junge Äste (1999). Der in Schaffhausen aufgewachsene Künstler hat diese Videoprojektion für seine erste Museumseinzelausstellung 1999 im Museum zu Allerheiligen geschaffen. Mittlerweile zählt Yves Netzhammer zu den international bekanntesten Medienkünstlern seiner Generation. Nach zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertrat er 2007 die Schweiz an der Biennale in Venedig. Das Kunstmuseum Bern zeigt vom 5. November 2010 bis 27. Februar 2011 eine Einzelausstellung des Künstlers.

Bereits 1999 blieb das Publikum erstaunt und gefesselt vor den grossformatigen Projektionen im abgedunkelten Wechselsaal stehen und folgte gebannt den rätselhaften Veränderungen von Sequenz zu Sequenz. Wir tauchen in eine suggestive, fremde Welt ein, die trotz ihrer scheinbaren Sterilität und Kühle überaus emotionale Fragen stellt nach Verletzbarkeit und Aggression, nach Macht und Manipulation oder nach dem Verhältnis des einzelnen Menschen zur Gesellschaft. Für seine am Computer generierten Videoarbeiten verwendet Yves Netzhammer eine Software aus dem Bereich der Architektur, die besonders gut räumliche Situationen darstellen kann. Bereits in seinen frühen Videoarbeiten zeigt sich eine eigenständige visuelle Sprache, die ihre Wurzeln im Surrealismus der 1920er und 1930er Jahre hat. Bei aller Rätselhaftigkeit stellen die Arbeiten philosophische Fragen nach dem Woher und Wohin, nach den grossen Zusammenhängen menschlicher Existenz, ohne dass sie im Geringsten werten oder belehren würden. Stattdessen steht das vorbehaltlose Staunen im Vordergrund, die beinahe kindliche Faszination, wie aus dem Einen das Andere entsteht und wie bei aller Vielschichtigkeit und Komplexität die Dinge am Schluss miteinander zusammenhängen.

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