Mittwoch, 22.09.2010
21:00 Uhr
Fass-Keller
Indie/Elektro (Audiolith Records) feat. Der Tante Renate & Click Click Decker!
Bratze waren Anfangs nur ein Projekt, bestehend aus den beiden Künstlern Der Tante Renate, bürgerlich Norman Kolodziej, und ClickClickDecker, bürgerlich Kevin Hamann. Das erste Lebenszeichen der beiden war ein Lied mit dem Namen „Jean Claude“ das erstmals 2006 auf einem Audiolith Label Sampler erschien und große Wellen schlug. Daraufhin veröffentlicht man das Debüt Namens „Kraft“. Es folgten mehrere Touren durch Deutschland, Schweiz, Österreich und Holland; sowie im Mai 2008 ein kleiner Nachschlag mit der EP „Waffe“. Es wurden viele Festivals gespielt und im Vorprogramm von z.B. Hot Chip, Rossin Murphy, Jeans Team etc. aufgetreten.
Doch um sich nicht selbst zu schnell zu verbrauchen, zogen die beiden sich erst einmal zurück, um sich wieder ihren Soloprojekten zu widmen. Der Tante Renate veröffentlichte sein Album „Splitter“ und ClickClickDecker sein Album „Den Umständen entsprechend“.
Man würde schon noch wiederkommen. Und nun sind sie zurück mit ihrem zweiten Album „Korrektur nach Unten“.
Dieses sollte anfangs ein Metal Album werden. Denn damit sei noch Geld zu verdienen. Wurde es dann aber doch nicht.
Durch das viele live spielen war es der Band nicht nur wichtig, die Energie auch auf Platte umzusetzen. Vielmehr war Ihnen zusätzlich etwas aufgefallen. Das was sie ausdrücken, das was sie schreiben, so sehr sie es auch versuchen sich dagegen zu wehren, ist für Menschen von Bedeutung. Es geht nicht um Parolen, sondern Denkanstöße. Stimmungen zu übertragen. Mit dem Finger drauf zeigen. Den Ball von der Außenlinie ins Spiel bringen und zusehen was damit passiert.
Bratze ist das bewusst geworden. Bratze spielen damit. Sie wollen keine politische Band sein. Nein. Aber sie wollen mehr denn je diese Strukturen benutzen, um ihren Hörern zu vermitteln, dass Dinge hinterfragt werden müssen. Das Missstände aufgedeckt, benannt und so gut es geht beseitigt werden können. Früher nannte man diese Dinge Punk. Heute heißt es vielleicht Elektropunk. Und Bratze gehören definitiv zu dieser Bewegung, die mittlerweile eine sehr große Anhängerschaft vorweisen kann. Was unterscheidet die beiden von den anderen Elektropunk Bands? Ist es der Sound, ist es die Dialektik, ist es das beim ersten Hinschauen Strukturlose, ist es diese Naivität, die zwischen den Zeilen Aussagen besitzt, dieser leicht Hang zum Dadaismus, oder sind es nur ihre Frisuren?
Keine Ahnung. Aber die Summe aus den vielen kleinen Eckpunkten, machen Bratze vielleicht anders.
Eintritt: Fr. 15.- / 10.- (AHV/IV/Legi)