Freitag, 23.10.2020
19:00 Uhr
Munot Kasematte
Eine Szenografie im Rundbau mit Licht-, Musik-, Gesang- und Tanzelementen
Im Rahmen der Abschlussarbeiten der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) finden im Munot vier aussergewöhnliche Aufführungen unter dem Titel «Circularium» statt.
Es handelt sich um ein Projekt der Disziplin Bühnenbild, das aus Stimmungen heraus entwickelt wurde, denen man sich beim Betreten der Kasematte des Munot überlassen kann. Diese unwirkliche Burgenromantik hätte zur Beschäftigung mit der Geschichte anregen können, aber es war klar, dass keine Ritterspiele veranstaltet würden. Das Typische dieser Festungsarchitektur sollte formgebend werden für die Erarbeitung einer raum-zeitlichen Performance. Die von diesem Zirkularbau abgeleitete Grundidee musste mit Bewegung zu tun. haben. Wichtiges Gestaltungselement wurde deshalb die Drehbühne mit Tänzern und fünf Sängern, der sich im Raum bewegt und bewegt wird. Die Bewegung findet aber nicht nur zweidimensional statt, sondern ebenfalls in der dritten Dimension als Hinab- und Hinaufgleiten der akrobatischen Tänzer durch die Lichtschächte. Auch die Beleuchtungstechnik nimmt den natürlichen punktuellen Lichteinfall auf und verstärkt diesen zu einem atmosphärischen, phantastischen Helldunkel, welches das Publikum zum Träumen einlädt. Schliesslich war klar, dass die Musikwahl zwar an die Madrigale der Renaissance-musik mit ihren zyklischen Wiederholungen anknüpfen, diese Inspiration aber elektronisch verfremden sollte. Es handelt sich also um eine Neukomposition, die nicht historisierend wirken, sondern den Bezug zur Gegenwart herstellen soll.
Die Vorstellungen, die etwa 40 Minuten dauern, finden am 23., 24. und 25. Oktober jeweils um 19 Uhr statt, am 25. zusätzlich um 17 Uhr (bitte warm anziehen). Sie sind öffentlich, die Platzzahl ist allerdings beschränkt. Die Reservation ist infolge der Corona-Massnahmen obligatorisch auf circularium.ch.
Eintritt frei