
Sonntag, 28.06.2009
11:30 Uhr
Museum AllerheiligenVernissage
Ein Tor zu sein, ist nicht immer ein Nachteil. Oft zeitigt Torheit positive Wirkung, manchmal macht Törichtes das Leben überhaupt erst erträglich. – So die Auffassung des Humanisten Erasmus von Rotterdam. In seiner berühmten Schrift „Das Lob der Torheit“ von 1511 untermauert er die These mit Beredsamkeit, Spott und Polemik.
In Erasmus’ Namen spricht die personifizierte Frau Torheit selbst. Sie verkündet, dass alle guten Dinge im Leben von ihr herrühren: Lust und Ausgelassenheit, Liebe und Freundschaft, Hoffnung und Vergessen.
Jetzt wagt die Torheit den Sprung vom Buch in eine Ausstellung. Dort versammelt sie Kunstwerke, Gebrauchsgegenstände, archäologische und naturkundliche Objekte - lauter Dinge, mit denen sie ihr eigenes lob singt.
Die Ausstellungspublikation ist seit beinahe 500 Jahren im Buchhandel erhältlich.