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Der Herr Molière

Bühne

Donnerstag, 19.01.2012

20:30 Uhr

Theater Die Färbe
Schlachthausstrasse 24
78224 Singen (DE)

Internet: www.diefaerbe.de
Karte

Komödie von Carlo Goldoni

Es findet das Zusammentreffen zweier Komödien-Giganten und eines Kabarett-Spezialisten statt: Titelheld und Hauptfigur ist der französische Dichter Molière persönlich, Autor der Komödie ist keine Geringerer als Carlo Goldoni, der bedeutende Reformator des italienischen Theaters, der ein Jahrhundert später seinem großen Kollegen aus Frankreich mit diesem Stück eine Hommage widmete.

Kongenial und geistreich aus dem Italienischen ins Deutsche übertragen wurde der Text von Klaus Budzinski (geb. 1921 in Berlin); Klaus Budzinski ist Schriftsteller, Schauspieler, Regisseur, renommierter Journalist und scharfzüngiger Kolumnist. Seine gemeinsamen Auftritte in der Nachkriegszeit mit den namhaftesten Schauspielern und Kabarettisten waren legendär. Seine Buchveröffentlichungen über die Geschichte des deutschen Kabaretts sind bis heute Standardwerke.

Mit seiner Bearbeitung der Verskomödie ist ihm eine pointierte Übersetzung gelungen, die modern ist und gleichzeitig der Sprache und Dichtung Goldonis Rechnung trägt. Seine Fassung von «Der Herr Molière» wird im Theater «Die Färbe» erstmals aufgeführt, und Färbegründer Peter Simon hat einmal mehr sein Gespür für literarische Entdeckungen bewiesen.

Zur Handlung: Paris, vermutlich im Jahr 1669. Die Schauspieltruppe des Herrn Jean-Baptiste Poquelin, dem Publikum bekannt als „Molière“, kämpft um die Aufführung seines später weltberühmten Stückes „Tartüff“, nachdem wenige Jahre zuvor die Uraufführung zum Skandal und Aufführungsverbot geführt hatte. Und Molière kämpft gegen Herrn Pirlon, einen stadtbekannten Pharisäer, der sich seinerseits mit frömmlerischer Heimtücke und rechthaberischer, machtbesessener Eitelkeit für die Aufrechterhaltung des Verbotes einsetzt. Wen wundert dies, schließlich diente er Molière höchstselbst als Vorbild für seinen Heuchler „Tartüff“. Keine Intrige, keine Lüge ist ihm zu billig, um sein Ziel zu erreichen. So bleibt für Molière nur zu hoffen, daß seine Bittschrift, die er bei Ludwig XIV. eingereicht hat, erhört wird und der König persönlich die Genehmigung zur Aufführung erteilt. Und Molière kämpft im eigenen Stall, namentlich mit den Frauen, und daran ist er selbst keineswegs unschuldig. Hat er doch ein Verhältnis mit Madame Béjart, der Diva und Primadonna des Hauses und gleichzeitig mit deren Tochter, der Nachwuchsschauspielerin Isabelle. Auch den Reizen seines Dienstmädchens Forest kann er nicht widerstehen und muß nun zusehen, wie er sich aus den Netzen seiner Leidenschaften befreit.

Karten sind bei telefonischer Reservierung (07731 / 64646 + 62663) von Montag bis Samstag in der Zeit von 10 bis 14 Uhr sowie an der Abendkasse in der Färbe ab 19.30 Uhr erhältlich. Das Theatercafé ist vor der Vorstellung jeweils ab 18 Uhr geöffnet.

Bühne
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