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Der Raub der Sabinerinnen

Der Raub der Sabinerinnen
Bühne

Mittwoch, 02.06.2010

20:30 Uhr

Theater Die Färbe
Schlachthausstrasse 24
78224 Singen (DE)

Internet: www.diefaerbe.de
Karte

Schwank in vier Akten von Franz und Paul von Schönthan
Neubearbeitet unter reichlicher Verwendung reizender Anekdoten von Curt Goetz

Gymnasialprofessor Martin Gollwitz hat als Student eine Römertragödie geschrieben – vielmehr verbrochen – und hat diese „Jugendsünde“, über welche die Zeit gnädig den Mantel des Vergessens gebreitet hat, einzig seinem Dienstmädchen Rosa anvertraut. Diese wiederum verrät das lang gehütete Geheimnis ihres Dienstherren dem Theaterdirektor Emanuel Striese, der mit seiner Truppe am Ort gastiert und neben zahlreichen Streitigkeiten im Ensemble auch ständig mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat. Er kann Gollwitz zur Uraufführung überreden, der allerdings nur unter der Bedingung zustimmt, daß seine Frau nichts davon erfährt und er als Urheber nicht genannt wird, um sich und seiner Familie eine mögliche Blamage zu ersparen. Trotz alledem ist seine Literatenseele geschmeichelt, und die Aussicht auf Tantiemen erscheint angesichts seiner eigenen angespannten finanziellen Situation gar zu verlockend. Aber natürlich kommt die Gattin vorzeitig aus einem Kuraufenthalt zurück, und es läuft alles völlig anders als geplant. Die Aufführung droht zu einem Desaster zu werden, und die ganze Familie ist bald völlig durcheinander. Doch dank einer rettenden Idee von Frau Striese wendet sich alles noch zum Besseren – wenn auch nicht so, wie sich Gollwitz das gedacht hätte ...

Die Figur des „Striese“ ist seit der Uraufführung des Schwankes der Gebrüder von Schönthan im Jahre 1884 am Stadttheater Stettin sprichwörtlich zum Inbegriff des Schmierentheaterdirektors geworden. Die heute übliche Theaterfassung wurde Mitte des letzten Jahrhunderts von Curt Goetz bearbeitet. Seine Theaterliebe und sein Wortwitz machen die Modernisierung zu einem Meisterwerk. Der gefürchtete Berliner Theaterkritiker Alfred Kerr schrieb bei der Erstaufführung: ''Die Leute liegen (vor Lachen) unter dem Stuhl. Ich auch.''

Spiel: Caroline Mercedes Hochfelner, Isabelle Weh, Alica Weirauch, Daniel Blum, Elmar F. Kühling, Maximilian Schön, David Zieglmaier

Regie: Peter Simon

KARTEN:
Tel. Reservierung +49 7731 64646 + 62663
oder an der Abendkasse ab 19.30 Uhr
Abholung reservierter Karten bis 20 Uhr

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