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Der Künstler Ernst Würtenberger (1868-1934) und die literarische Szene

Der Künstler Ernst Würtenberger (1868-1934) und die literarische Szene
Ausstellungen
Selbstbildnis 1888

Sonntag, 03.12.2017 - Sonntag, 06.05.2018

Mo: geschlossen
Di: geschlossen
Mi: geschlossen
Do: geschlossen
Fr: 14 bis 17 Uhr
Sa: 14 bis 17 Uhr
So: 10 bis 17 Uhr

Hesse Museum Gaienhofen
Kapellenstrasse 8
78343 Gaienhofen (DE)

Internet: www.hesse-museum-gaienhofen.de
Karte

Ausstellungseröffnung

Ernst Würtenberger, 1868 in Steißlingen geboren, verbringt seine Jugendjahre im schweizerischen Emmishofen und in Konstanz. Während und nach seinem Studium an der Münchener Kunstakademie (1888 – 1892) bei Johann Caspar Herterich und Wilhelm von Diez und ab 1896 als Meisterschüler bei Ferdinand Keller in Karlsruhe knüpft und pflegt er sowohl zahlreiche Kontakte in der Kunstwelt, als auch in literarischen Kreisen. Er verkehrt mit den gleichzeitig am Bodensee ansässigen Dichtern Emanuel von Bodman, Heinrich Ernst Kromer und Wilhelm von Scholz und veröffentlicht wie diese in Wilhelm Schäfers Kulturzeitschrift „Die Rheinlande“. Mit Emil Strauß, den er über Max Halbe in Kreuzlingen kennenlernt, verbindet ihn eine Freundschaft, ebenso mit dem Maler und Dichter Gustav Gamper. Ab 1902 in Zürich gibt es regelmäßige Verbindungen zum Literaturhistoriker Adolf Frey und zum Feuilletondirektor der Neuen Zürcher Zeitung, Hans Trog. Über den Hottinger Lesezirkel lernt er Hermann Hesse, Ernst Zahn, Jakob Boßhart und Jakob Christoph Heer kennen sowie den Literaturkritiker Joseph Victor Widmann und dessen Sohn, den Maler und Schriftsteller Fritz Widmann.

Nach der Jahrhundertwende belebt Ernst Würtenberger den traditionellen wie modernen Holzschnitt, ein Medium, das er sowohl für historische Portraits als auch für die Illustration literarischer Themen, beispielsweise für die Novellen Gottfried Kellers, bevorzugt.

1919 erscheint seine Publikation „Zeichnung, Holzschnitt und Illustration“. Sie ist eine entscheidende Grundlage für seinen Ruf als Professor an die Akademie in Karlsruhe. Hier lehrt der Künstler bis zu seinem Tod im Jahr 1934.
Die Ausstellung im Hesse Museum Gaienhofen beleuchtet die vielfältigen Beziehungen Würtenbergers zur literarischen Szene am Bodensee und in die Schweiz sowie seine Tätigkeit als Illustrator von Zeitschriften und Büchern, aber auch als Verfasser von zahlreichen Aufsätzen und Würdigungen geschätzter Künstlerpersönlichkeiten.

Parallel zur Ausstellung zeigt die Städtische Wessenberg-Galerie in Konstanz Ernst Würtenberger als Maler mit Fokus auf seinen Zürcher Jahren und seine Bedeutung für die Schweizer Kunst- und Kulturszene jener Zeit. Zu den Ausstellungen erscheint ein gemeinsamer Katalog.

Ausstellungsdauer: 3.12.2017 – 6. Mai 2018

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