Donnerstag, 03.02.2011
20:30 Uhr
Theater Die Färbe
Lustspiel von Carlo Goldoni frei bearbeitet von Wolfgang Hildesheimer
Regie Peter Simon
Spiel: Maja Lehrer, Jessica Tietsche, Alica Weirauch, Helmut Jaekel, Elmar F. Kühling, Maximilian Schön,David Zieglmaier
Ein Krieg ist zu Ende, es ist Frieden in Europa, und die Menschen widmen sich wieder zivileren Dingen: dem Handel, dem Spiel und — natürlich der Liebe. Armand de la Cotterie, ein junger französischer Offizier (Maximilian Schön), hat sich im Hause des reichen holländischen Kaufmanns van Haarlem (Helmut Jaekel) von seinen Kriegsverletzungen erholt und sich darüber in dessen Tochter Julia (Jessica Tietsche) verliebt. Seine Gefühle werden erwidert, doch erscheint die Zukunft für das junge Glück aussichtslos. Armand ist zwar von altem, vornehmen Adel, aber völlig verarmt. Keine gute Partie und daher kaum ein passender Schwiegersohn für einen reichen Geizkragen 1 Und der hat auch bereits Verdacht geschöpft.
Im Eifer des Gefechts gelingt der Tochter jedoch eine List. Sie macht dem Vater weis, nicht sie, sondern ihre Freundin Constanze (Maja Lehrer) sei die Auserwählte seines Gastes. Und das gefällt Kaufmann van Haarlem über alle Maßen. Schon malt er sich aus, wie ein in Handeisdingen gänzlich unbegabter Offizier seinen erklärten Erzrivalen und Vater von Constanze Bosch (Eimer F. Kühling) in den Ruin treibt. So schreitet er als Vermittler in Sachen Heirat gleich zur Tat. Kaufmann Bosch, der seinen Konkurrenten an Habgier noch zu übertreffen scheint, ist wenig begeistert — bis ihm einfällt, den Gegner heimlich mit den eigenen Waffen zu schlagen. Ein äußerst amüsantes und riskantes Spiel beginnt. Denn auch die gewitzte Constanze geizt nicht mit ihren Reizen, und schließlich kochen ganz nebenbei die Dienstboten (Alice Weirauch und David Zieglmaier) ihr eigenes Süppchen. Doch wer täuscht wen am Ende? Für reichlich Tumult ist gesorgt.
Carlo Goldoni wurde als Erneuerer der italienischen Komödie angesehen, seine Stücke revolutionierten Italiens Theaterwelt des 18. Jahrhunderts. Viele seiner Lustspiele gelten bis heute als Meisterwerke ihres Genres. Verblüffende Situationen und spannende Verwicklungen gehören ebenso zu den unangefochtenen Stärken des einfallsreichen Theatermannes wie Sprachwitz und das lustvolle Spiel mit der Schadenfreude.
Telefonische Kartenreservierung: täglich (ausser Sonntag) ab 10Uhr, 0049 (0)7731 64 64 6 oder 0049 (0)7731 62 66 3