Sonntag, 17.06.2012
15:00 - 16:00 Uhr
Exil-Bühne auf dem Schulhof der Ekkehard Realschule
Easy ist ein Vorzeigebeispiel für gelungene Integration in Deutschland. Denn als Tochter griechischer Eltern hat die 25 jährige nicht nur die Hauptschule nicht abgebrochen (oder abgefackelt) sondern sich sogar soweit der deutschen Sprache verschrieben, dass die Wahlberlinerin mit Rap ist easy nun ihre erste EP unter Schirmerrschaft des hauptstädtischen Künstlerverbundes Motek rausbringt und als Gratisdownload zur Verfügung stellt. Ja, mal wieder eine Frau die rappt.
Easy über sich:
Also ehrlich gesagt... getextet habe ich schonmal mit 16... ihr wisst schon, diese pubertären depressiven Tete, die Jugendliche im Alter von 16 eben schreiben. Also ich zumindest. Und Beats habe ich auch gebaut, mit Fruity Loops und genauso haben sie sich auch angehört :). Nur damals war es eben so, wie lange davor und lange danach, dass ich mein nach Musik schlagendes Herz dem Tanzen gewidmet hatte und mich nichts so sehr interessierte.
Die Geburtsstunde meiner "Rap-Berufung" war mein Geburtstag - 18.02.2009. Als ich eine Diagnose bekam, und nicht mehr tanzen durfte - zumindest nicht so, wie ich es urspünglich tat - nicht mehr so oft, nicht mehr so anstrengend, nicht mehr dies und nicht mehr das. Darauf folgte eine schwere Zeit in der ich an allem zweifelte und beschloss, ein bisschen mehr Tempo in meine Rapfertigkeiten zu legen. Immerhin machen das andere in meinem Alter schon über 10 Jahre. Ich hatte einiges aufzuholen.
Zu der Zeit lernte ich neben DJ Serius und Sweedy auch Ficksch und über ihn Motek kennen, die mir alle auf meinem Weg sehr geholfen haben und mir einiges an Reimtechnik, Flowstruktur und Musiktheorie beibrachten. Da Musik, wie mein Tatoo im Nacken schon sagt, meine oberste Priorität genießt, lernte ich schnell und konnte bereits nach einem Jahr meine erste EP veröffentlichen.
Und dann ging ich aus der Mutterstadt, in die ich gezogen war, wieder fort und baute mir mein eigenes kleines "Studio" auf, mit einem Billigmic, einem Laptop und einem Interface und das alles klingt doch eigentlich sehr nice^^. aber hoppla... als Motte abmischte war ja alles so einfach und simpel. Und bei ihm ging es so schnell und klang so gut (immer noch so :) ) und bei mir ist alles geau andersrum. Also lernen und üben und bei Bene Fabrika nachfragen und immer dieselben Fragen stellen und auch Motte stand mir mehr als einmal mixtechnisch aus der Ferne zur Seite. So geht das alles natürlich auch viel langsamer. Aber wir haben ja Zeit und die Geburtsstunde des Albums: "Zufluchtsstätte" ist nicht mehr fern. Ich freu mich drauf und auf eure Reaktionen - irgendwer muss es sich ja schliesslich anhören, damit es einen Sinn macht.
Dieses Konzert veranstaltet die Musikkneipe "Exil" im Rahmen des Singener Stadtfests.
Der Eintritt ist frei!