Nach ihrem Bühnenerstling «2proMüll» kramen René Rindlisbacher und Sven Furrer mit ihrem aktuellen Programm «Gymi5 Klassezämekunft» im seelischen Trümmerfeld ihrer schulischen Vergangenheit.
Beim Treffen der Ehemaligen aus der fünften Gymnasiumsklasse lassen sie die guten alten Zeiten hochleben. Allerdings geht das nicht ohne die bei solchen Anlässen wohlbekannten Peinlichkeiten ab. Denn wie das Leben so spielt, haben es nicht alle Maturanden im späteren Leben zu grossem Ruhm und Ehre gebracht. Deshalb ist für reichlich Zündstoff gesorgt, wenn die im Leben gereiften Figuren wie der Liebling aller Lehrer, der verkappte Streber und der ewige Klassenlooser aufeinandertreffen. Kaum verwunderlich, dass im allgemeinen Tohuwabohu sogar populäre Charaktere aus dem Vorgängerprogramm für zusätzliche Unruhe sorgen.
Auch erotisches Nachknistern ist zuweilen hörbar. Etwa wenn der Auswanderer seinem Jugendschwarm Liebesgrüsse aus Übersee sendet. Oder wenn dem ambitionierten Karrieristen beim Anblick des ehemaligen Schulschatzes die Schmetterlinge wieder hochflattern. Natürlich geht es beim Klassentreffen auch nicht ohne den Zickenkrieg der Klassenschönsten, wo Frauenthemen eine völlig neue Bedeutung erhalten. Ein Glück, dass wenigsten der leicht verwirrte Klassenlehrer versucht, im munteren Reigen der spätpubertären Befindlichkeiten die Übersicht zu behalten.
Richtig skurril wird’s, wenn sich die Apéro Cherry-Tomate auf ihre Reise durch den Körper begeht, wo sich ihr ungeahnte menschliche Abgründe auftun. Oder wenn die Laborratte aus ihrem Leben im aufopfernden Dienste der Pharmaforschung erzählt. Ein weiteres Highlight sind die Wortspiele auf der Videowand, wo die Buchstaben mit Hilfe der allgegenwärtigen, modernen Technik unversehens ein verblüffendes Eigenleben entwickeln.
Nach ihrem erfolgreichen Gastspiel 2011 im Circus Knie ziehen René Rindlisbacher und Sven Furrer in „Gymi5“ wiederum alle Register ihrer Spielpalette zwischen Stand Up Comedy, parodistischen Bühnenfiguren, videotechnischen Bühneneffekten und zuweilen schräger Satire.
Karten sind erhältlich unter www.starticket.ch, Post, SBB und allen Starticket Vorverkaufsstellen.