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Emil Meyer (1910 - 1972)

Ausstellungen

Sonntag, 17.10.2010 - Sonntag, 03.04.2011

Mo:
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Do:
Fr:
Sa:
So: 14 bis 17 Uhr ( ab 2. Januar jeden ersten und letzten Sonntag im Monat)

Ortsmuseum
Kirchgasse 8
8226 Schleitheim

Internet: www.museum-schleitheim.ch
Karte

Sonderausstellung

Emil Meyer wurde in Schleitheim in der „Gass“ geboren. Die Meyer sind ein altes Schleitheimer Bürger-Geschlecht. Schon in der Schule fiel Emil durch sein zeichnerisches Talent und sein handwerkliches Geschick auf. As einziger Sohn übernahm er nach der Rekrutenschule das kleine elterliche Bauerngewerbe. Seine Ehefrau Marie, geb. Bächtold schenkte ihm die beiden Kinder Hermann und Verena. Neben der Arbeit in Feld und Stall war Emil Meyer schon früh künstlerisch vielseitig tätig. Seine Kenntnisse hat er sich fast ausschliesslich autodidaktisch angeeignet. Bekannt wurde er vor allem durch seine Holzschnitte mit denen er das frühere bäuerliche Leben und die ländliche Idylle — vielfach mit einem gewissen Schalk — ausdrucksvoll darstellte. Aber auch die Mosaike, angebracht als Schmuck an Hausfassaden und auf zahlreichen Grabsteinen, machten Emil Meyer weit herum bekannt. Heute weniger präsent ist, dass unter seinen geschickten Händen auch qualitätvolle Ölbilder, Aquarelle und Radierungen entstanden sind. Die mit Schnitzwerk verzierten Truhen, Stabellen und andere Gegenstände sind heute Raritäten, ebenso die Glasmosaike, von denen das prächtige Fenster in der evangelischen Kirche in Grafenhausen sein letztes grosses Werk ist.

Nach Aufgabe der Landwirtschaft Ende der 50er Jahre, richtete er sich im nahen Dillendorf eine Künstierklause ein und erlebte dort die wohl intensivste und kreativste künstlerische Phase seines Lebens. Dillendorf wurde ihm zur zweiten Heimat. Durch den plötzlichen Tod am 13. August 1972 wurde ein eigenwilliges Künstlerleben allzufrüh beendet. Auf dem Friedhof in Dillendorf wurde Emil Meyer zur letzten Ruhe gebettet.

Bühne
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