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Emilie Herzog – «Die Thurgauer Nachtigall»

Emilie Herzog –  «Die Thurgauer Nachtigall»
Ausstellungen

Montag, 12.02.2024 - Sonntag, 22.12.2024

Mo: geschlossen
Di: geschlossen
Mi: geschlossen
Do: geschlossen
Fr: 14 bis 17 Uhr
Sa: 14 bis 17 Uhr
So: 14 bis 17 Uhr

Museum kunst + wissen
Museumsgasse 11
8253 Diessenhofen

Internet: www.diessenhofen.ch
Karte

Am 16. September 2023 jährte sich der Todestag von Emilie Herzog – Opernsängerin mit Weltkarriere zum 100. Mal. Zu diesem Anlass eröffnete das Museum Vinorama Ermatingen vergangenen Herbst eine Ausstellung über die berühmte Thurgauerin. Nach dem durchschlagenden Erfolg und der grossen Resonanz aus dem In- und Ausland zeigen Lucia Angela Cavegn, Leitung Museum kunst + wissen, und Reto Knöpfel, Kurator Vionorama Ermatingen, ab 11. Februar 2024 eine weitere Ausstellung über die «Thurgauer Nachtigall» im Museum kunst + wissen in Diessenhofen.

Emilie Herzog wurde 1859 als Tochter eines Lehrers in Ermatingen geboren und verbrachte einen Grossteil ihrer Kindheit und Jugend in Diessenhofen. Schon früh kam Emilie mit Musik in Kontakt. Nach einer Ausbildung als Putzmacherin studierte Emilie Herzog Gesang sowohl in Zürich als auch in München und avancierte bald zum gefeierten Opernstar. Emilie Herzog trat vor Kaisern, Königen sowie Zaren auf und teilte die Bühne unter anderem mit dem berühmten Tenor Enrico Caruso. Grosse Bedeutung erlangte Emilie Herzog auch als Konzertsängerin und als Leiterin von Meisterklassen fur Gesang an den Konservatorien in Berlin und Zürich. Im Jahr 1900 wurde sie zur königlich-preussischen Kammersängerin ernannt. 1890 heiratete sie den Musikhistoriker und Musikkritiker Heinrich Welti (1859–1937). Dieser organisierte für sie in deutschen und schweizerischen Städten «historische Liederabende». Ihre Tochter war die Konzertsopranistin und Pädagogin Eva Kötscher-Welti (1896–1964). Emilie Herzog verstarb 1923 in Aarburg.

Zu Leben und Werk der Diva hatte Reto Knöpfel, ehrenamtlicher Kurator des Vinorama Ermatingen, aufwändige Recherchearbeiten angestellt. Unter anderem korrespondierte er mit der Metropolitan Opera in New York. Den Durchbruch erzielte er, als er bei der Erforschung des Stammbaumes die Urenkelin von Emilie Herzog ausfindig machte. Diese gab wertvolle, bisher unbekannte Informationen über ihre berühmte Ur-Grossmutter bekannt und übergab dem Museum äusserst kostbare Ausstellungsgegenstände, die nun die Ausstellungen schmücken.
Die Kabinettausstellung in Diessenhofen (mittlere Museumsetage) bietet einen Einblick in das Leben und Schaffen der berühmten Thurgauerin. Dabei werden Aspekte ihrer Thurgauer Herkunft, ihrer ersten Karriereschritte in München, einzelne Einblicke in ihr Privatleben sowie ihre besondere Beziehung zu Diessenhofen wie auch zu Winterthur präsentiert. Das Museum Vinorama Ermatingen beleuchtet die Karrieren-Highlights und die gesungenen Opernpartien, thematisiert aber auch die Hürden und Herausforderungen, welche die Sängerin zu bewältigen hatte. Präsentiert werden u.a. Orden von Königshäusern, die der Diva verliehen worden waren. Auch ist ein Originalkleid zu bewundern.

Die Ausstellung in Diessenhofen ist als Ergänzung zu derjenigen in Ermatingen konzpiert. An beiden Ausstellungsorten besteht die Möglichkeit, eine Auswahl einzigartiger Bild- und Tonaufnahmen von Emilie Herzog zu geniessen, welche zweifellos zu einem der Höhepunkte der beiden sich ergänzenden Ausstellungen zählen.

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