Sonntag, 24.03.2013 - Samstag, 04.05.2013
Ausstellung
Der Schaffhauser Künstler Erich Brändle (*1943) zieht in seinem nun schon 50 Jahre überspannenden Werk das kleine und mittlere Format vor – seine Bilder sind visuelle Denkstücke, keine Repräsentationsparaden für den grossen Rahmen. Auf diesen kleinen Flächen jedoch malt er grosse Sujets: einen Teich voller Blumen, Boote am Rheinufer, einen Park...
Der Konflikt zwischen Motiv und der Geste des Verkleinerns gehört zum Konzept dieser Bilder, bedingt durch die Monumentalität der Welt, die wir kaum noch bewusst wahrnehmen und die also gleich wieder zurückweicht. Eine sehr poetische Vorstellung, nicht unähnlich jenem Gefühl, wie wir es bei einer aufkeimenden und doch nicht mehr zu fassenden Erinnerung empfinden.
Dieses so wuchtige wie sanfte Aufscheinen des Sichtbaren führen neue Werke vor, die ihren alltäglichen Sujets eine überragende Präsenz verleihen. Zugleich schlagen sie einen Bogen zum Anfang des Werks, indem sie die damaligen Vorschläge auf ihre Tragfähigkeit testen. So wohnen diesem OEuvre Schwere und Leichtigkeit, Scheitern und Neubeginn zugleich inne. Vor allem aber vermittelt es Respekt gegenüber der Sichtbarkeit der Welt.
Apéro am Donnerstag, 11. April, 18 bis 20 Uhr
Erich Brändle wird an der Vernissage und am Apéro anwesend sein.
Zur Ausstellung erscheint ein ausführlicher Katalog mit einem Beitrag von Gerhard Mack.
Der Kunstverein Schaffhausen und die GALERIE mera freuen sich, dieses überaus reiche Werk präsentieren zu können.