Donnerstag, 22.09.2016
19:00 Uhr
Haus zur Gewesenen Zeit
Zum Autor:
E. T. A. Wilhelm Hoffmann (1776-1822) wuchs als Scheidungskind bei seinen Grosseltern im preussischen Königsberg auf. Gemäss Familientradition wurde er Jurist und erlebte nicht nur die Französische Revolution, gefolgt von Napoleon, sondern auch die nachfolgende Restaurierung. Durch die Franzosen von seinem Posten erhoben, versuchte er seinen Lebensunterhalt als Musiker, Komponist, als Kapellmeister an verschiedenen Theatern zu verdienen. Er geriet trotz immensen Schaffens in die ärgste Armut. Der Untergang der «Grande Armée» setzte ihn wieder in seinen Brotberuf ein, und er verdiente endlich genügend Geld. In den letzten Jahren seines kurzen und beschwerlichen Lebens entstanden zahlreiche Erzählungen, Märchen, Romane. Mein Liebling: «Lebensansichten des Katers Murr».
Zum Stück:
Seit Jahren ruhen in der Hinterstube «Zur gewesenen Zeit» in Diessenhofen auf einem Fensterkranz alte Holzfiguren. Immer wieder habe ich mit dem Finger auf selbige gezeigt und gemeint, damit müsste mal ein Stück aufgeführt werden. «Nur zu!», meinte Monika Stahel dann immer, «lieber heute als morgen!». Aber welches Stück? «Weshalb nicht einen Krimi!», war dann die nächste Idee. «Das Fräulein von Scuderi» von E.T.A. Hoffmann spukte schon lange in meinem Kopfe herum, und mit den alten Holzkerlen und der Regie von Monika konnte es endlich etwas werden. Und in Windeseile ging’s an die Umsetzung.
In Paris zur Zeit des Sonnenkönigs werden reiche Liebhaber auf dem Wege zu ihren Geliebten meuchlings ermordet und des mitgeführten Schmuckes beraubt. Die Polizei findet bald einen Schuldigen, doch gelingt es dem von allen hochgeschätzten Fräulein von Scuderi den wahren Täter zu finden.
Aufführungen 8. September bis 1. Oktober, jeweils Do - So (ohne Sa 24.9.)
Türöffnung 18.15 Uhr, Beginn 19 Uhr
Danach: hausgemachte Verpflegung
Eintrittspreis: Fr. 50.- (inkl. Verpflegung)
Kontakt für Reservationen: [email protected] oder 079 776 12 75
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