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Gott

Gott
Bühne

Sonntag, 18.10.2020

19:00 Uhr

Stadthalle
Hohgarten 4
78224 Singen (DE)

Internet: www.stadthalle-singen.de
Karte

Das neue Schauspiel von Bestseller-Autor Ferdinand von Schirach („Terror”, „Der Fall Collini“)

Regie: Miraz Bezar („Aus dem Nichts“)

mit Ernst Wilhelm Lenik („Vater“, Bild oben), Klaus Mikoleit, Karin Boyd, Christian Meyer, Wolfgang Seidenberg, Martin Molitor, Susanne Theil und Patricia Schäfer

Euro-Studio Landgraf, Titisee-Neustadt

Keine Pause, keine Bewirtung!

Karten gibt es im Freiverkauf bei der Tourist Info Singen, Marktpassage, Telefon 07731/85-262.

Das Schauspiel wird in zwei weiteren Inszenierungen erst am 10. September 2020 in Berlin und Düsseldorf uraufgeführt.

Nach dem großen Erfolg von „Terror“ liefert Ferdinand von Schirach mit „Gott“ nun sein zweites Theaterstück. Darin widmet er sich erneut einem Thema von höchster gesellschaftspolitischer Relevanz. Allerdings tagt diesmal kein Gericht, sondern der Deutsche Ethikrat. Am Beispiel eines älteren gesunden Mannes (Ernst Wilhelm Lenik, „Vater“) diskutiert er über die Frage um die Rechtmäßigkeit von Sterbehilfe und damit das Recht auf einen selbstbestimmten Tod. Und wie schon in „Terror“ muss der Zuschauer seine Wertvorstellungen im Hinblick auf die im Grundgesetz garantierte Würde des Menschen und die moralische Verantwortung jedes einzelnen überprüfen …

Unser Tod soll nicht erschrecken, er soll andere nicht behelligen, er soll selbstbestimmt und friedlich sein. Können wir diese Entscheidung für uns treffen und auf Beistand hoffen? Also: Wahltod statt Qualtod? Nach geltendem deutschem Recht ist dies nicht möglich. Paragraf 217 des Strafgesetzbuches in der Fassung vom Dezember 2015 verbietet die „geschäftsmäßige Förderung“ von Suizid. Dagegen haben Ärzte, Privatpersonen, Sterbebegleiter, Sterbeorganisationen, Pfleger und Rechtsanwälte Verfassungsbeschwerde eingelegt. Das Verbot – so die Beschwerdeführer – verletze ihre Grundrechte. Denn wenn der Staat Sterbehilfe verbiete, so verwehre er das Recht auf selbst bestimmtes Sterben. Am 26. Februar 2020 hat das Verfassungsgericht dieses Verbot nun für verfassungswidrig erklärt. Doch was bedeutet das für unsere Zukunft?

Kaum ein anderer Schriftsteller ist zur Zeit so gefragt wie Ferdinand von Schirach. Der 1964 in München geborene Rechtsanwalt arbeitete in Berlin. Durch einige Aufsehen erregende Prozesse avancierte er zum bekanntesten Strafverteidiger Deutschlands. Dass er heute nur noch Beratungsmandate annimmt, aber keine Hauptverhandlungen mehr führt, hat einen spektakulären Grund: Die Veröffentlichung von elf Kriminal- und Justizgeschichten unter dem Titel „Verbrechen“ stellte sein bisheriges Leben 2009 auf den Kopf. Buchstäblich über Nacht wurde Ferdinand von Schirach durch Kriminalstorys, die Fällen aus seiner Anwaltskanzlei nachempfunden waren, international zum Bestsellerautor. 2015 feierte „Terror“, sein erstes Theaterstück, Premiere. Sein zweites Schauspiel, „Gott“, wurde von der renommierten Theaterzeitschrift „Die Deutsche Bühne“ in ihrer Saisonvorschau als beachtenswerter, „zahlenmäßig sehr starke[r] ‚Neueinsteiger‘“ bezeichnet.

Hauptdarsteller Ernst Wilhelm Lenik, Schauspieler des Jahres 2017 an den Schauspielbühnen in Stuttgart, begeisterte Ende 2018 in dem Demenz-Drama „Vater“ bei der Volksbühne in der Stadthalle Singen.

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