Donogood-Lesung Haberhaus KulturKlub Schaffhausen
Die Donogood-Leser Strub, Millns und Burri feiern das Janaurloch mit einem grossen Hallo, mit einem feierlichen Willkomm, einer festlichen … kurz mit dem Thema „Grosser Bahnhof“. Was es sonst nur für Olympiasieger im Heimatort gibt, für Wahlsieger oder Kriegsrückkehrer, das soll jetzt auch jeder Zuschauerin und jedem Zuschauer gebühren: Ein herzlicher Empfang mit warmen Texten, coolen Dialogen, verlogenen Geschichten und skurrilen Gedichten.
Anschluss verpasst? Das Leben hat einen stehen lassen? Man ist weder berühmt, noch reich, die Kinder sind drinnen oder schon draussen, und auch jetzt will sich die rechte Erleichterung nicht einstellen? An Glück gar nicht zu denken? Das ist ein Grund zu gratulieren. Man steht mit dem grössten Teil der Weltbevölkerung auf Du und Du. All denen, die auf den Abstellgleisen der Welt ausgestiegen sind, wird ein Kränzchen gewunden, herzlich die virtuelle Hand geschüttelt und ebensolche Schulter geklopft. Und mit einem leisen Raunen kriegt sie oder er zu hören: „Du bist nicht allein.“
In den Zügen, die durchs Leben brausen, wird eben mal die Spur gewechselt, das Gleis anders gestellt, oder verkehrt herum rangiert. Was soll’s? Solange die Sache nicht entgleist, ist’s halb so wild. So treffen wir uns an End- Sack- oder Durchgangsbahnhöfen und staunen ob der Vielfältigkeit der Welt, rempeln Menschen an, die wir sonst nie getroffen hätten oder setzen uns ins Café, um dem Treiben von aussen zu zusehen. Und vielleicht versuchen wir auch, ein geheimes Muster hinter den Menschen und Dingen zu erkennen, die da durch die Bahnhofshallen eilen. Vergebens. Es gibt kein Muster. Es gibt nur Züge, Bahnhöfe und Menschen. – Und Verspätungen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Reservation: SMS an 079 445 71 66