Freitag, 24.09.2010
10:00 Uhr
Ortszentrum
Die diesjährigen Hermann-Hesse-Tage finden vom 23. bis 26. September in Gaienhofen statt. Wie in jedem Jahr sprechen hochkarätige Referenten über Hermann Hesses Leben und Werk sowie seine ganz besonderen Ansichten.
10.00 - 17.00 Uhr, Hermann-Hesse-Haus (1907-1912):
Hermann Hesses Garten: Träume, Betrachtungen, Gefühle.
Wir laden Sie ein, den Garten selbst zu erkunden: 10 neu gestaltete Tafeln geben in Text und Bild Auskunft über das, was Hesse wichtig war am Garten und an der Natur. Schauen Sie, was die Hauseigentümer nach Hesse bewahrt oder verschmäht haben, vergleichen Sie, was heute noch da ist, genießen Sie die wogenden Farben der Beete, den Blick auf den See, den Schatten von Hesses mächtiger Kastanie.
10.00 und 17.00 Uhr, Hermann-Hesse-Haus (1907-1912):
„ Ach, wenn ich doch immer nur an Dich denken könnte...“ (Mia Hesse) U. Möller und F. Ahlborn, Akademie für gesprochenes Wort, Stuttgart.
Mia Hesse, geb. Bernoulli fand nach der Heirat mit Hermann Hesse Gaienhofen als Ort zum gemeinsamen Leben. Das erste Glück und die Erfüllung, abgelöst durch Hoffen, Warten, Sehnsucht wandelt sich schließlich in Resignation, Trauer und Einsamkeit, die die Beschwerlichkeiten des Alltags kaum erträglich werden lassen. Erstmalig aus ihren Briefen gelesen entfaltet sich Mias Leben an Schauplätzen und Installationen im eigenen Haus.
12.00 - 18.00 Uhr, Orangerie / Hermann-Hesse-Garten:
„Kleines Gedeck“
Kleine feine vegetarische Speisen gegen den Hunger zwischen den Veranstaltungen! Einnahmen zugunsten des Fördervereins Hermann-Hesse-Haus und -Garten e.V.
20.00 Uhr, Bürgerhaus Gaienhofen:
Meine Seele wird ein Baum und ein Tier und ein Wolkenweben –
Hermann Hesse und die Natur - Literaturtheater mit Musik von und mit Moritz Stoepel.
Inspiriert durch die Schönheit und Vergänglichkeit der Natur - durch die „Schätze des wilden gärenden Urweltgartens“ - schuf Hermann Hesse Lyrik und Prosa als Spiegelbild von Träumen, Hoffnungen, Lieben, Sehnsüchten, Begierden und Erinnerungen - seiner „eigenen Seele gespiegeltes Bildnis“. Der Schauspieler Moritz Stoepel lädt Sie ein auf eine literarische Reise und umrahmt mit eigenen Klangphantasien Hermann Hesses Naturpoesie. „Ob ich ein Moos,..., eine Blume, einen goldenen Käfer bewundere oder einen Wolkenhimmel, ein Meer ,..., einen Schmetterlingsflügel mit den unendlichen, süßen, zauberhaft gehauchten Übergängen und Abtönungen der Farben - jedesmal wenn ich mit dem Auge oder mit einem anderen Körpersinn ein Stück Natur erlebe, wenn ich von ihm angezogen und bezaubert bin und mich seinem Dasein und seiner Offenbarung für einen Augenblick öffne,..., tue ich für diesen Augenblick nichts anderes als „Erstaunen“. ... Und mit diesem Erstaunen bin ich auch der Bruder alles dessen, was ich bestaune und als lebendige Welt erlebe.“ (H.Hesse)