Freitag, 23.03.2012 - Samstag, 26.05.2012
Jeannette Hangartner «Erwachen» und Max Hilfiker «Raku-Botschaften»
Ausstellung
Jeannette Hangartner schreibt:
Bereits in der Kindheit entdeckte ich das Malen. Diese Ausdrucksform fasziniert mich bis heute. Das künstlerische Schaffen veränderte sich im Laufe der Zeit. Das Neue entdecken die Betrachter, die meine Karriere seit 1994 meist in Einzelausstellungen verfolgen.
Die Natur dient als Inspirationsquelle. Ich zitiere Jurga Ruesch vom Schaffhauser Bock: „Jeannette Hangartner aus Uhwiesen macht die Farbkombinationen der Natur für den Betrachter sichtbar. Klare Linien, deformierte Flächen, ungewöhnliche Strukturen, das sind Mittel, mit denen Hangartner das sensible Sich-Befinden in der Welt notiert. Die schwungvollen Pinselstriche symbolisieren augenblickhafte Zustände und Stimmungen des Menschen in der Natur. Zusammenspiel von Zufall und Wille, energiegeladene Werke von geheimnisvoller Intensität.
Das intensive Gelb eines Rapsfeldes vermag sie zu inspirieren. Das Bild ist ein sichtbares Ergebnis eines künstlerischen Prozesses. Es ist zugleich auch eine Aufforderung an den Betrachter, aufmerksam zu sein. Aufruf, ein Gespür zu entwickeln für die im Bild verwirklichten Prinzipien. Und Gespür heisst: einer Spur folgen, Witterung aufnehmen, das Gesehene in sich aufnehmen, wirken zu lassen und darauf zu antworten. Diese Bilder erfordern ein gewisses Mass an Sensibilität, um die dialogische Struktur zwischen den Werken, dem Raum und sich selbst zu erfahren. Es erfordert Mut, etwas Neues mit Hilfe dieser Bilder über sich selbst zu erfahren. Das Betrachten soll wie eine leise Ahnung sich anfühlen. Ahnung an eine Welt, die ausradiert wurde. Die Bilder stehen im Widerspruch zu unserem Alltag, der von einer Flut an Informationen bestimmt wird, in dem Stille und Konzentration in den Hintergrund getreten sind. Die Arbeiten sind einfach und gleichzeitig kompliziert. Viele der gezeigten Bilder strahlen Bewegung aus“.
Besser könnte ich es mit eigenen Worten nicht auf den Punkt bringen. In diesem Sinne werde ich auch in Zukunft weiter arbeiten.
Max Hilfiker schreibt:
Während meines beruflichen Werdeganges faszinierte mich immer wieder das Zusammen-Spielen von verschiedenen Elementen, wie Holz, Stein, Feuer, Ton und die menschliche Wahrnehmung. Ab 2005 begann ein neues Kapitel meines Lebens. Kreativität, verbunden mit der Idee „anders als die anderen“, lassen die verrücktesten Gebilde entstehen. Erleben, wie aus einer Idee, etwas Greifbares und Physisches entsteht, ist für mich etwas Wunderbares. Die Ausstrahlung der Tonobjekte und die Geschichten, die sie erzählen, begeistern mich immer wieder aufs Neue. Alles begann mit „anders als die anderen“, der Kreis schließt sich mit „tonpunktanders“. Verfolgen Sie die Weiterentwicklung auf meiner Homepage:www.tonpunktanders.ch