LSD-3 befasst sich im vorliegendem Album mit dem Thema Labyrinth – eines ist aus musikalischer Sicht jedoch sofort klar: «Aus diesem Labyrinth ist kein Irrgarten entstanden!» Ein erweitertes Labyrinth mit Wegverzweigungen und Sackgassen scheint zwar durchaus vorzuliegen. Nichts deutet aber auf eine ausweglose Situation hin. Im Gegenteil. Es scheint als gehe der Weg, der richtige Weg, direkt ins Innere, in die Mitte, ins Herz des Labyrinths.
Das Ziel des Trios ist keinesfalls sich so rasch wie möglich und ohne Risiko durchs Labyrinth zu spielen. Nein, sie geniessen die interessante Reise ins Innere und unternehmen auch mal einen Ausflug ins Ungewisse. Die Live Erfahrung der letzten Jahre als Band, lässt viel Vertrauen im Raum aufkommen, um den imaginären roten Faden jederzeit finden zu können.
Marcel Thomi spielt Fender Rhodes und Hammond b3, bedient den Leslie und kittet das ganze mit der linken Hand, welche einen Bassynthesizer spielt, zusammen. Zum Einsatz kommt auch ein Clavi und viele bekannte Effekte wie Wahwah, Chorus und Delays.
Auch Raffaele Lunardi hängt hinter seinen vollen Tenorsound oft Effekte, sei es ein Oktaver, ein Flanger oder ein Delay. Er hat zusammen mit Marcel Thomi die Songs komponiert und die CD produziert.
Michel Barengo gelingt es, die vielseitigen stilistischen Auswüchse der beiden andern Musikern gekonnt in Schach zu halten. Eine schwierige Aufgabe bei komplexen Grooves und einigen ungeraden Taktarten und Songstrukturen.
Marcel Thomi, Keyboards
Raffaele Lunardi, Tenorsax
Michel Barengo, Drums
Eintritt Fr. 20.- / 15.-
Reservationen: [email protected] oder Telefon 052 620 20 01