Freitag, 14.01.2011 - Samstag, 12.03.2011
Auftragen – Abdrücke hinterlassen – verwerfen – loslassen – abtragen – Raum schaffen – zufallen lassen – Mut zum hinterfragen – zuschütten – entdecken -kommen lassen – Neubeginn – Kraft und Energie sichtbar werden lassen – lassen können – dem Gestaltlosen Gestalt geben.
Im konzentrierten Prozess entstehen dichte Bilderwelten, die anschliessend beruhigt oder reduziert werden um das Wesentliche sichtbar werden zu lassen.
Die abstrakte Malerei (vom Dinglichen gelöst) vermittelt Freiheit für mich, aber auch für den Betrachter.
Der Arbeitsablauf entwickelt eine Eigendynamik. Intuition, „gesteuerter“ Zufall und Experimentierfreude erfordern ein korrigierendes Eingreifen.
Die Balance aus Intuition und Kalkül ist entscheidend.
Das Abweichen vom Konzept ist teils unumgänglich und darf zugelassen werden, die gezielte Zeichensetzung aber muss folgen. Die Form formt sich während des Malprozesses und hat einen Bezug auf Gewesenes, Gewordenes und Gesehenes (Analogien zum Leben).
Es gibt Überlagerungen, Teile werden abgedeckt, Spuren verschwinden, neue tauchen auf, andere werden zu Zeichen. Verletzungen an Aufbruchstellen werden verbunden, lasierend überdeckt und bleiben haptisch erfahrbar. Reibeflächen – Auseinandersetzung, der Kampf mit dem Material – werden nicht verschwiegen oder beschönigt. Strukturen treten zu Tage – millionenfach von der Natur bereits gezeigt.
«… denn die Kunst ist eine Tochter der Freiheit.» (Friedrich von Schiller)