Sonntag, 28.03.2010
11:30 Uhr
Museum Allerheiligen
Ausstellungsvernissage
Vögel spielen seit frühester Zeit in vielen Kulturen eine bedeutende Rolle. Der Mensch verwendete ihr Fleisch und die Eier als Nahrung, nutzte die schillernden Federn zur eigenen Verschönerung, sang ihre Lieder nach, beobachtete und deutete ihr Verhalten. Die an den Erdboden gebundenen Menschen waren fasziniert von den scheinbar schwerelosen Wesen zwischen Himmel und Erde. Einzelne Vogelarten wurden vergöttert, andere als Vermittler zwischen Dies- und Jenseits betrachtet. Kein Wunder waren Darstellungen von Vögeln oder von Teilen derselben allgegenwärtig.
Welches Gedankengut und welche Symbolik verbergen sich hinter den formvollendeten Objekten? Solchen Fragen geht die Ausstellung nach, die gemeinsam von der Sammlung Ebnöther und dem Fachbereich Natur konzipiert wurde.
Rund 150 antike Objekte sowie Präparate aus dem Museum Stemmler der geflügelten und beflügelnden Tiere werden dabei ins Licht gerückt. Der einzigartige archäologisch-ornithologische Dialog zeigt die überraschend vielseitigen Beziehungen zwischen uns Menschen und den Vögeln, die seit Jahrhunderten in allen Kulturen anzutreffen sind und noch heute bestehen.