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Paul Schwer - Orion

Paul Schwer - Orion
Ausstellungen

Freitag, 05.03.2010 - Sonntag, 06.06.2010

Mo: geschlossen
Di: 10 bis 12 Uhr
Mi: 14 bis 18 Uhr
Do: 14 bis 18 Uhr
Fr: 14 bis 18 Uhr
Sa: 11 bis 17 Uhr
So: 11 bis 17 Uhr

Städtisches Kunstmuseum
Ekkehardstrasse 10
78224 Singen (DE)

Internet: www.kunstmuseum-singen.de
Karte

Installation-Plastik-Malerei

Die Entfaltung von Farbe, farbigem Material und Licht im Raum; die Auflösung aller strengen Abgrenzungen zwischen den Gattungen Malerei, Skulptur, Objekt und Installation - das erwartet den Besucher in der Ausstellung "Paul Schwer - Orion". Das Städtische Kunstmuseum Singen freut sich, die äußerst sinnlichen "Zwitter" und den kraftvoll integrierenden künstlerischen Ansatz Paul Schwers erstmals im Bodenseeraum präsentieren zu können.

Paul Schwer, geboren 1951 in Hornberg (Schwarzwald), heute in Ratingen und Düsseldorf lebend, wandte sich erst nach einem Medizinstudium und nach längjähriger beruflicher Tätigkeit als Arzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Malerei zu. Von 1981 bis 1988 studierte er Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf und war von 1986 bis ´88, ungewöhnlich für einen Maler, Meisterschüler bei Erwin Heerich. Sowohl die Auseinandersetzung mit dem reduzierten, architektonisch geprägten Ansatz seines Lehrers, als auch die Teilhabe an der in den 1980er Jahren vehement geführten Diskussion um den Ort und die Zukunft der Malerei mögen dazu beigetragen haben, dass Paul Schwer in den frühen 1990er Jahren den Schritt von der Wand in den Raum, von der auf die sichtbare Welt reagierenden Malerei hin zur direkten Erfahrung und sinnlichen Auseinandersetzung mit Licht und Farbe getan hat. Obschon sich Paul Schwers Haltung unverändert als >malerisch< charakterisieren lässt, die tradierte Idee vom Auftrag einer autonom verstandenen Farbe auf einem Bildträger weiter eigenwillig aufscheint, so hat er doch die Grenzen des Tafelbildes überwunden. Heute reagiert er mit einer Vielfalt höchst unterschiedlicher, differenziert eingesetzter realer wie ephemerer Materialien auf den jeweiligen Ausstellungs- oder öffentlichen Raum. Schwers installative Raumchoreographien – verbunden sind Gemälde, Graphiken, skulpturale Objekte, Lichtinstallationen, direkte Wandgestaltungen - verwandeln den Ort ihrer Präsentation, indem sie der Farbe im Raum zur Entfaltung und Entäußerung verhelfen. Dieser Ansatz wird – die Vielzahl an Ausstellungen, Stipendien, Auslandsaufenthalten und Lehraufträgen belegen dies eindrücklich - international anerkannt. In unserem Raum führt seit Oktober 2009 Schwers leuchtend rote "Cloud one" auf dem historischen Kaiserbrunnen, platziert in Donaueschingen auf dem neuen Kaiserkreisel, zu Diskussionen um die Kunst im öffentlichen Raum.

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