Freitag, 26.03.2010
21:00 Uhr
Kulturgaststätte Sommerlust
Der Trompeter Peter Schärli hat einen Lauf: Seine CD „Obrigado, Dom Um Romao“ mit der brasilianischen Sängerin Ithamara Koorax erhielt eine Vornomination für den „Grammy“, den Musik-Oscar. Das Vorgängeralbum „Hot Peace“ mit dem „Special Sextet“ wurde in Deutschland vom Norddeutschen Rundfunk ausgezeichnet und in Brasilien wählten Musikjournalisten Schärli zum Trompeter des Jahres, vor keineswegs schmalbrüstigen Kollegen wie Lew Soloff und Randy Brecker.
Peter Schärli tritt an Festivals in Afrika, Asien, Südamerika und Europa auf. Es gelingt ihm seit gut dreissig Jahren, eine gescheite Mischung zwischen künstlerischem Anspruch und Publikumsnähe zu finden. Er legt seinen Musikern Stücke aufs Pult, die einfach klingen, die aber versteckte Ecken und Kanten haben und auch einen Star wie den Posaunisten Glenn Ferris herausfordern. Kompositionen, die auch wunderbare Musiker wie den Walliser Pianisten Hans-Peter Pfammatter und den Emmentaler Bassisten Thomas Dürst – wie auch Schärli selber – glücklich machen.
Glenn Ferris gehört zudem zu den wenigen Weltklasse-Musikern, die von sich behaupten können, noch mit dem genialen Frank Zappa gespielt zu haben: Als blutjunger Posaunist war er Mitglied des kleinen Wazoo-Orchesters, welches auf einer Welttournee ein paar der besten und komplexesten Kompositionen Zappas spielte. Ferris arbeitet seit er sechzehn Jahre alt ist als Profi und seine Diskografie mit über hundert CDs unter eigenem Namen und als Sideman liest sich wie ein Who’s Who der Jazz- und Popmusik: Von Stevie Wonder, James Taylor, Tim Buckley und der Average White Band über Don Ellis, Quincy Jones, Art Pepper, Tony Scott, Archie Shepp und Billy Cobham bis zu John Scofield, Michel Petrucciani und den Brecker Brothers.
Dass ihm ein solcher Crack seit über zwanzig Jahren die Treue hält, spricht für Peter Schärli als Instrumentalisten, Komponisten und Arrangeur.
Glenn Ferris - tb
Hans Peter Pfammatter - p,
Thomas Dürst - b,
Peter Schärli - tp
Eintritt. Fr. 32.-