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Quilt-Ausstellung

Quilt-Ausstellung
Ausstellungen

Samstag, 01.06.2013 - Samstag, 15.06.2013

Mo: 9 bis 18.30 Uhr
Di: 9 bis 18.30 Uhr
Mi: 9 bis 18.30 Uhr
Do: 9 bis 18.30 Uhr
Fr: 9 bis 18.30 Uhr
Sa: 8 bis 16 Uhr
So: geschlossen

Hauenstein Garten-Center
Imstlerwäg 2
8197 Rafz

Internet: www.hauenstein-rafz.ch
Karte

Das Thema der diesjährigen, grossen Quilt-Ausstellung im Garten-Center Hauenstein in Rafz vom 1. – 15. Juni lautet "HARMONIE". Laut Wikipedia bedeutet Harmonie das Zusammenfügen von Entgegengesetztem zu einem Ganzen; Übereinstimmung; Ebenmass; Einklang. In jedem der ausgestellten Quilts werden die unterschiedlichsten Farben, Muster und Formen zu einem harmonischen Textilwerk zusammengefügt, ganz gemäss unserem Thema.
Geniessen Sie die einmalige Atmosphäre mit 100 individuellen Quilts inmitten des neu gestalteten Garten-Centers. Die meisten Werke sind während der Ausstellung käuflich zu erwerben. Für das leibliche Wohl steht Ihnen das einzigartige Restaurant BOTANICA zur Verfügung.

Quilt und Patchwork: Handwerkskunst mit langer Tradition
Quilt wird vielfach mit Patchwork gleichgesetzt. Doch es sind streng genommen zwei verschiedene Techniken. Im Folgenden sind die Unterschiede kurz aufgezeichnet:

Quilt
Ein Quilt besteht immer aus drei Lagen: Oberseite (Schauseite), Füllung und Rückseite. Durch Zusammennnähen von Hand oder mit der Maschine werden diese drei Lagen zusammengefügt, das nennt sich quilting.
Von China ausgehend verbreitete sich die Technik im ganzen Orient und kam während der Kreuzzüge zu uns nach Europa. Gesteppte Kleidung diente zum Schutz gegen Kälte oder verlieh durch ihr Volumen etwas Majestätisches. Eine einfache Form des Quilts waren gefüllte Säcke, die als Decken oder Matratzen dienten. Damit die Füllung nicht hin und her rutschte, wurde das Ganze mit groben Stichen fixiert. Im Mittelalter verfeinerte sich die Handarbeit. Aus kostbarer Seide wurden kunstvolle Gewänder gequiltet. Aber auch die einfache Landbevölkerung trug gesteppte Röcke und Unterröcke als Kälteschutz. All diese Quilts beeindrucken durch ihre reliefartigen Muster aus geometrischen und frei entworfenen Figuren.


Patchwork
Im weitesten Sinne umfasst Patchwork Handarbeiten aus Stoffresten. Sie können aneinander genäht werden und bilden so eine neue Stofffläche oder sie werden auf einen Basisstoff aufgenäht. Patchwork wurde aus der Not geboren. Schadhafte Kleider wurden mit Flicken ausgebessert oder minderwertige, einfache Stoffe durch schönere Stücke veredelt.
Weil im 17. und 18. Jahrhundert viele europäische Regierungen hohe Zölle auf fremde Baumwoll- und Seidenstoffe erhoben, wurden modische Stoffe sehr kostbar und jedes Restchen Stoff wurde in neuer Form wiederverwertet. Wird so ein Patch mit einer Zwischenlage und einer Rückseite versehen und zusammengenäht, entsteht daraus ein Quilt.

Zur wirklichen Kunst entwickelte sich das Handwerk aber erst in Amerika. Siedlerfrauen, denen es an Stoffen fehlte, verfeinerten die Technik aus der alten Heimat zum Kunsthandwerk. Sie trafen sich zu "Quilting Bees", oft die einzige Möglichkeit sich zu treffen und noch etwas "Nützliches" zu tun. Bei diesen geselligen Zusammenkünften wurden Stoffe und Muster ausgetauscht oder die vorbereiteten Patchworkstücke gemeinsam zu Quilts verarbeitet. Die Werke verraten uns nichts über den erbitterten Existenzkampf der Schöpferinnen, sondern vermitteln uns mit ihrer Farbigkeit ein positives Lebensgefühl. Den Quilts wurde hoher Prestigewert beigemessen. Es war schlichtweg das "Gesellenstück" eines Siedlermädchens und galt als Sinnbild weiblicher Tugend. Talentierte Quilterinnen standen in hohem Ansehen und ihre Arbeiten wurden oft kopiert. So entstanden ganze Bibliotheken traditioneller Musterblöcke. Besonders berühmt sind die Arbeiten der Amischen und der Mennoniten Gemeinden.
Die Erfindung der Nähmaschine brachte keinen grundlegenden Einschnitt in die Patchwork-und Quilt-Arbeit. Noch jetzt gibt es viele Frauen, die ihre Arbeiten vollständig von Hand ausführen. Aber die Maschinen trugen zur starken Verbreitung von Quilten bei. Ebenso halfen die billigere Stofffabrikation und deren Globalisierung, der zunehmende Wohlstand und mehr Freizeit, dieses Kunsthandwerk zu fördern.

Traditionelle Quilts mit unzähligen überlieferten Mustern, die in immer neuen Farbkombinationen neu arrangiert werden können, entstehen in vielen Stunden konzentrierter Arbeit. Freie Arbeiten sind Ausdruck von Kreativität und verbinden Nähhandwerk mit künstlerischem Schaffen. Das Faszinierende an diesen textilen Werken ist die unendliche Vielfalt der Techniken, Farben und Stoffarten, die nach Lust, Laune und Geschicklichkeit zusammen komponiert werden können. Die farbenprächtigen Kunstwerke können vom 1. – 15 Juni 2013 während den Ladenöffnungszeiten im Hauenstein Garten-Center bestaunt werden.


Übrigens, zugunsten des Strassenkinderhilfswerkes "NAG" in Kathmandu, Nepal, werden an der Ausstellung 2 Quilts verlost. Lose und Infos erhalten Sie am Stand der Munot Quilters. Versuchen Sie Ihr Glück! Sie unterstützen gleichzeitig ein sinnvolles Projekt.

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