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Rachel Lumsden | Alexandra Häberli | Nadja Solari

Rachel Lumsden | Alexandra Häberli | Nadja Solari
Worte

Sonntag, 01.05.2022

14:00 Uhr

Vebikus Kunsthalle Schaffhausen
Baumgartenstrasse 19
8200 Schaffhausen

Internet: www.vebikus-kunsthalle-schaffhausen.ch
Karte

Künstlerinnengespräch mit Katharina Bürgin und Andreas Lüthi

Flyer

Rachel Lumsden: Obscured by cloud


Rachel Lumsden schafft vornehmlich figurative Malerei im Grossformat, die mit einem „painterly“ Handling der Farbe und intensiven Bildräumen überrascht. Sie kreiert visuelle Narrative, die einem unerwartet nahetreten und sich dennoch nicht ganz fassen lassen. Lumsden nimmt oft zeitgenössische Ereignisse als Ausgangspunkt für ihre Bilder, zum Beispiel das im Suezkanal stecken gebliebene Containerschiff Evergiven. Was geschieht während des Malprozesses, wenn sich all das Bildmaterial, das die Malerin gesichtet hat, zu einem Bildmotiv verdichtet? Was im Alltag eine Havarie ist, gerinnt im Bild zu einem Monument, das für die Torheiten und Tugenden einer Zeit und einer Situation steht. So wird das Motiv eines übervollen, festgefahrenen Containerschiffs plötzlich zum kollektiven Bild einer Gesellschaft, die in einer Pandemie festsitzt.
Lumsdens malerische Zeitgenossenschaft ist alles andere als plakativ: Die Geisterstunde auf einem leeren Parkplatz in „Midnight Folk“ oder das frivol Unbehauste in „Underwater Cocktail Party“ lassen ihren Blick auf Entwicklungen spüren, die sich erst an den Rändern der öffentlichen Wahrnehmung befinden. Die in Newcastle-upon-Tyne geborene und inzwischen Schweizerin gewordene Künstlerin studierte Fine Art (BA honours) an der Nottingham Trent University und machte ihren Master an der Royal Academy in London. Sie arbeitet seit 18 Jahren in der Schweiz und war 2007-2019 Dozentin für Malerei an der Hochschule Design und Kunst in Luzern tätig

www.rachel-lumsden.net

Alexandra Häberli: Zwischenraum-Geflüster

Alexandra Häberli beschäftigt sich mit der Komposition und Konstruktion von Landschafts-Räumen und dem Begriff von Raum allgemein. Das immerwährende Nebeneinander und Miteinander, die Komposition von Farben, Formen, geometrischen und architektonischen Elementen in Kombination mit Landschafts- und Naturinspirationen, ist eine zentrale Recherche in ihrem Schaffen. Der entstehende Dialog wird zu einer Suche nach Kontrasten und Harmonie. Es geht um Grenzen und Begrenzungen in Häberlis Werken, um die unveränderbaren und vergänglichen Räume und vor allem um die allgegenwärtige Beziehung und Gegenseitigkeit Landschaft, Lebensraum und Architektur.
Alexandra Häberli ist 1983 in Schaffhausen geboren, sie lebt und arbeitet in Genf, wo sie ein Bachelor- und
Master-Studium an der Haute école d'art et de Design (HEAD) absolviert hat.
Die Künstlerin stellt regelmässig in der Schweiz und in Frankreich aus, beteiligt sich an diversen Projekten und ist neu Mitglied der SGBK (Schweizerische Genossenschaft für Bildende Künstlerinnen). Sie zeigte zum Beispiel ihre Arbeiten mehrmals an der ERNTE im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen; konnte im Kunstraum Halle Nord in Genf ausstellen; wie auch am Festival Spielact, wo sie in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Delphine Depres mit einer performativen Installation aktiv war. Sie wurde für den Manor Kunstpreis Schaffhausen 2017 nominiert und wird im 2022 mit einem sechsmonatigen Atelierstipendium in Berlin vom Kanton Schaffhausen unterstützt.

www.alexandrahaeberli.ch

Nadja Solari: Dass was ist und das was bleibt

In ihren Arbeiten re-interpretiert Nadja Solari Widersprüche einer Konsumgesellschaft in collagierte Abstraktionen des Alltäglichen. Ihre installativen Arbeiten sind oft prozesshaft angelegt und kombinieren das Humorvolle und den Gegensatz. Durch Methoden wie Cut&Paste deko nstruiert sie Vorgefundenes, ordnet, deutet und kombiniert Teile davon neu. Es entsteht eine Art Mix und Remix einer fragmentierten, aktuellen Welt mit ihren Gegensätzlichkeiten, Doppeldeutigkeiten und Fragilitäten.
Nadja Solari hat ihre Arbeiten in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen wie dem Kunsthaus Baselland, dem Videofestival Szczecin, der Townhouse Gallery Kairo, der Tokyo Wonder Site, dem Container Tokio oder den Swiss Art Awards gezeigt. Zudem erhielt sie verschiedene Stipendien sowie Atelieraufenthalte wie dem GCC Foundation Gyeonggi Südkorea, Atelier Mondial Tokio und Rotterdam oder die Pro Helvetia Residenz Kairo. Nadja Solari lebt und arbeitet in Basel und hat Bildende Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel HGK (Bachelor) und an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK (Master) studiert.

www.dertank.ch/we-are/nadja-solari

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