Sonntag, 28.08.2011 - Sonntag, 13.11.2011
Seit der letzten Ausstellung 2010 haben sich die Torsi, die eigentlich reliefartige Büsten sind, weiterentwickelt. Sie sind daran – und einigen ist es gelungen – sich von ihrem Hintergrund, der auch ihr Urgrund ist, aus dem sie sich hervorheben, aus dem sie entstehen und bestehen, zu lösen. Das Resultat sind dreidimensionale Werke. Noch immer Köpfe, Oberkörper, Büsten, die aber in der Dreidimensionalität mehr Bewegungsfreiheit und mehr Bedeutungsfreiheit erlangen. Mithin in eine durchaus schwieriger zu beherrschende Welt entlassen wurden. Sie haben sich denn auch nur behutsam und vorsichtig von ihrem Untergrund gelöst, manchmal, so scheint es, fast widerwillig, misstrauisch, nur unvollkommen, mit Teilen im Urgrund verhaften bleibend. Am Ende dieser Entwicklung stehen die ursprünglich zweidimensionalen Büsten jedenfalls selbstständig und selbstbewusst da. Unter Mühen und Zweifeln geschaffen, am Ende aber überzeugt und überzeugend entlassen in eine neue Dimension.