
Sonntag, 22.02.2009 - Freitag, 24.04.2009
Noch immer stehen das Naturerlebnis, die Auseinandersetzung mit den Erscheinungsformen ihrer Gesetzmässigkeit und das zyklische Wiederkehren der Jahreszeiten als Inspirationsquelle im Zentrum meiner Arbeit. Und noch immer wandere ich täglich durch die Felder und Wälder meiner unmittelbaren Umgebung. Dieses Unterwegssein gibt mir einerseits im wahrsten Sinn des Wortes das gute Gefühl des «Boden unter den Füssen Habens», und das Schweifenlassen des Blickes über die Weite der Felder oder durch die Baumkronen hindurch lässt andererseits Weite und Öffnung, auch im übertragenen Sinn, zu. Es sind die leisen, unscheinbaren und unspektakulären Veränderungen einer Landschaft, die mich interessieren. Aus diesen mannigfaltigen Eindrücken entstehen im Atelier meine Werke. Ich arbeite fast immer in Serien, denn ein Thema scheint mir nie ausgeschöpft zu sein, und dieses bewusste Verweilen, diese Konzentration, entschleunigt mein Leben.
In den aktuell gezeigten grossformatigen Werken, welche mit einer Ausnahme alle in diesem Jahr entstanden sind, interessieren mich die Wirkung und der Einfluss einer Form oder mehreren Formen oder Farbfelder auf die umliegende Fläche. Die sich ergebenden Zwischenräume treten in der Folge als eigenständige, gleichwertige «Felder» oder als ganzes Blattwerk oder Geäst in Erscheinung, und das Werk ist so auf zwei verschiedene Weisen lesbar.
Sandra Fehr-Rüegg