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Schwanensee

Schwanensee
Bühne

Donnerstag, 02.01.2020

20:00 Uhr

Stadthalle
Hohgarten 4
78224 Singen (DE)

Internet: www.stadthalle-singen.de
Tickets Karte

Eine Welt der Schwerelosigkeit und Poesie
Das Russische Nationalballett tanzt den Tschaikowski-Klassiker „Schwanensee“

Woran denken die meisten bei klassischem Ballett zuerst? In neun von zehn Fällen entsteht vor dem geistigen Auge das Bild einer zierlichen Tänzerin im weißen schimmernden Tutu, das Gesicht von weißen Federn umrahmt. Hinzu kommt ein nobler Prinz, der sich unsterblich in das Traumwesen verliebt ... Es ist immer dieses Bild aus „Schwanensee“, das genau das verkörpert, was für viele klassisches Ballett ausmacht – damals wie heute. Das Russische Nationalballett zeigt Tschaikowskis Meisterwerk am Donnerstag, 2. Januar um 20 Uhr in der Stadthalle Singen.

Die Geschichte der Schwanenprinzessin Odette ist auf der ganzen Welt bekannt: Ein junger Fürstensohn soll heiraten, um die Dynastie zu erhalten. Prinz Siegfried verliebt sich aber nicht in eine der vorgesehenen Damen, sondern in ein zauberhaftes fremdes Mädchen, dem er ewige Treue schwört. Die wunderschöne Odette ist jedoch mit einem bösen Zauber belegt und darf nur nachts für wenige Stunden menschliche Gestalt annehmen. Der Magier Rotbart lässt daraufhin seine eigene Tochter in Gestalt von Odette auf einem rauschenden Fest im Schloss erscheinen, um Siegfried zu täuschen. So bricht der verblendete Prinz ungewollt sein Treueversprechen ...

Über 100 Jahre unangefochtene Popularität beim internationalen Publikum machen „Schwanensee“ zur Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski zu einem der beliebtesten Werke aus dem klassischen Ballettrepertoire. Die Uraufführung von Schwanensee 1877 im Bolshoi-Theater in Moskau war jedoch ein völliger Reinfall. Eine miserable Choreographie und eigenmächtige Veränderungen der eitlen Ballerina ließen das große Werk von Tschaikowski fürs erste wieder aus der Öffentlichkeit verschwinden. Erst 1894 wurde in St. Petersburg ein neuer Anfang mit „Schwanensee“ anlässlich einer Gala zu Ehren des Komponisten gewagt. Diesmal war das Publikum begeistert! Im folgenden Jahr inszenierte der französische Choreograph Marius Petipa mit Hilfe von Lew Iwanow „Schwanensee“ und führte das Ballett zu seinem verdienten Erfolg. Tschaikowskis Botschaft, dass wahre Liebe selbst den Tod überwinden kann, ist heute noch das Sinnbild eines klassischen Happy Ends. Mit den Choreographien wurde Petipa zu Herz und Seele des russischen Balletts und Iwanow zum entscheidenden Wegbegleiter des sinfonischen Balletts überhaupt.

Die Süddeutsche Zeitung urteilte nach der Aufführung des Russischen Nationalballetts: „...Mit der schwebenden Leichtigkeit und Eleganz von Porzellanfigürchen machten die Balletteusen und Tänzer die exakte Arbeit und athletische Strenge vergessen, die hinter der Aufführung steckt. Mit exaktem Flügelschlag entführte das Russische Nationalballett die Zuschauer in eine Welt der Schwerelosigkeit und Poesie ...“.

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