Freitag, 28.08.2009 - Samstag, 17.10.2009
Poesie: matta lena
Werke: Markus Graf, Bruno Hofstetter, Boris Mlosch, Jürg Stäheli und Markus Studer
„Kunstwerke sind Spuren“, meint die Dichterin matta lena, „sie sind Spuren eines Weges, Spuren einer biographischen Bewegung.“ Die Wortkünstlerin macht sich auf und geht auf Spurensuche. Während zwei Jahrzehnten sind dabei eine Reihe von Gedichten entstanden, die in dem ansprechenden Band SCOLPITO I im August von Goethe Literaturverlag erschienen sind. Der Untertitel des Buches Dialog zwischen Form und Wort weist auf den Schwerpunkt hin, den die Dichterin setzt. Die Lyrik zeichnet sich aus durch “eine reiche und originelle Sprache, einen faszinierenden Wortschatz, eine hohe Musikalität und Sensibilität“, kommentiert der Germanist Heinrich Boxler.
Anlässlich der Buchvernissage des ersten Gedichtbandes in der Galerie O
wirft die Ausstellung vom 27. August bis zum 17. Oktober einen Blick in die Zukunft. Sie gewährt Einblick in den geplanten, zweiten Gedichtband, indem fünf unveröffentlichte Gedichte gezeigt werden, zusammen mit den
Werken, an denen sich die Lyrikerin inspiriert hat:
Stahlplastiken von Markus Graf, welche sowohl im Grossen, wie im Kleinen
durch ihre Einfachheit und Spannung überzeugen; Bilder, von Bruno Hofstetter,
in denen Form und Farbe ihren Platz gefunden haben; Skulpturen und Fotos
von Jürg Stäheli und Bilder von Boris Mlosch, welche beide sich auf ihre Art mit der Topographie der Landschaft und derjenigen der Erinnerung auseinandersetzen und die Aufzeichnungen des Fahrtenschreibers, den
„Spuren“ des bekannten Herzchirurgen Markus Studer, der Fernfahrer geworden ist.
Die Ausstellung der Galerie O, entstanden in Zusammenarbeit mit dem atelier varna, lädt ein zu einem inspirierenden Austausch zwischen Form und Wort.