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Simone Kappeler – «Seile. Fluss. Nacht.»

Simone Kappeler – «Seile. Fluss. Nacht.»
Ausstellungen
Simone Kappeler, Weisser Pfau, 8.4.2010 Analoge Farbfotografie auf Ilfochrome-Papier, 100 x 100 cm

Sonntag, 11.09.2011 - Sonntag, 20.11.2011

Mo: geschlossen
Di: 11 bis 17 Uhr
Mi: 11 bis 17 Uhr
Do: 11 bis 17 Uhr
Fr: 11 bis 17 Uhr
Sa: 11 bis 17 Uhr
So: 11 bis 17 Uhr

Museum Allerheiligen
Münsterplatz
8200 Schaffhausen

Internet: www.allerheiligen.ch
Karte

Fotografien 1964 bis 2011

Simone Kappeler, geboren 1952 in Frauenfeld, zählt zu den wichtigsten Schweizer Fotokünstlerinnen ihrer Generation. Seit mehr als dreissig Jahren untersucht sie mit überwiegend analoger Fotografie atmosphärische Befindlichkeiten von Personen und Landschaften, die sie auf kleineren oder grösseren Reisen antrifft.

Es sind weder spektakuläre Orte noch dramatische Szenen, sondern die scheinbare Beiläufigkeit des Landschaftlichen, träumend abwesende Augenblicke, Lichtstimmungen oder unbewusste Gesten von Menschen
unterwegs, welche die Aufmerksamkeit der Künstlerin anziehen. Durch subtile Abstraktionen löst Simone Kappeler die Motive aus ihrer profanen Gegenwart und verleiht ihnen eine magische Überzeitlichkeit.

Die Ausstellung im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen zeigt erstmals einen konzentrierten Überblick über die wichtigsten Werkphasen der Künstlerin. Dabei zeigt sich ein erstaunlich breites thematisches wie technisches Spektrum. Landschaften sind ebenso vertreten wie Personen oder Tiere, schnappschussartige Momentaufnahmen aus dem Alltag genauso wie Bilder, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Der Bogen spannt sich von schwarzweissen Fotografien mit einer ausgeprägten Nähe zum Dokumentarischen, bis hin zu farbigen Arbeiten, die sich wie Aquarelle in Licht und Unschärfe atmosphärisch auflösen. Unter den neuesten Werken fällt vor allem eine Gruppe grossformatiger Pfauen auf, die vor einer theatralischen, bühnenartigen Kulisse in ein mystisches, nächtliches Licht getaucht sind. Wie unwirkliche Elfen erscheinen sie als stumme Abgesandte einer anderen, rätselhaften Wirklichkeit.

In der facettenreichen Vielfalt der fotografischen Arbeit von Simone Kappeler lässt sich ein faszinierender, geradezu traumwandlerisch mäandernder Bilderkosmos entdecken. Gelegentlich streifen melancholische Anflüge die Fotografien und rücken die Frage nach der verrinnenden Zeit und der Endlichkeit unserer Existenz ins Bewusstsein.

Bühne
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