Kalendergeschichten von Johann Peter Hebel
Sonntagsfrühstück mit "cross.art" und Ulrike Goetz
Beitrag zum Literatursommer Baden-Württemberg
Im Fokus des baden-württembergischen Literatursommers steht 2010 Johann Peter Hebel, dessen Geburtstag sich zum 250. Mal jährt. Die Schriften des evangelischen Theologen, Pädagogen und Politikers sind noch heute aktuell, sein offenes und liberales Denken von höchster Bedeutung für unsere globalisierte Gesellschaft. Am Sonntag, 13. Juni, um 10.30 Uhr gibt’s zum Hebel-Jahr eine Sonderveranstaltung der Städtischen Bibliotheken in der literarisch-musikalischen Reihe „Sonntagsfrühstück“ in der Stadthalle Singen mit „cross.art“ und Ulrike Goetz.
Das Stuttgarter Ensemble „cross.art“, 2008 von Dozenten der Musikhochschule Stuttgart gegründet, verfolgt das Konzept der Kombination Neuer Instrumentalmusik mit anderen Kunstformen. Die Musiker präsentieren ein Programm, das Johann Peter Hebels Denken voll und ganz gerecht wird. Ulrike Goetz rezitiert zwölf kurze Kalendergeschichten, die sich um zwölf unterschiedliche Themenkomplexe drehen: Heimat, Identität, Internationalität, interkultureller und interreligiöser Dialog, Aufklärung, Toleranz, Universalität, Natur als Lebensraum, Bürgertum, Solidarität, Schlagfertigkeit und Autobiografisches. Dazu spielt das Ensemble zwölf Kompositionen von zwölf Komponisten aus zwölf Ländern, die sich auf jeweils einen der zwölf Texte beziehen. In den Musikstücken sind Einflüsse einer interkulturellen Zusammenarbeit unüberhörbar. Sie drücken die Auseinandersetzung ihrer Komponisten mit Heimat und Identität ebenso aus wie ihre Erfahrungen mit erlebter Toleranz in der Fremde. Violine, Violoncello und Klavichord sind die Instrumente der Musiker, die auch zu Hebels Zeit häufig gespielt wurden.