Sonntag, 15.01.2012
11:30 Uhr
Hallen für neue Kunst
Zur Aktualität von Joseph Beuys, Mario Merz und Jannis Kounellis.
Christiane Meyer-Stoll, Kuratorin Kunstmuseum Liechtenstein, im Gespräch mit Ines Goldbach, Kuratorin an den Hallen für Neue Kunst für die Raussmüller Collection.
Das Interesse für die Arte Povera, mit Mario Merz und Jannis Kounellis als wichtige Vertreter, scheint ungebrochen; aktuell wird diese wichtigste italienische Kunstströmung der 1960er und 1970er Jahre in grossen Ausstellungen in ganz Italien gezeigt. Im Jahr 2012 sind weitere Ausstellungen in der Schweiz und Europa geplant. Was macht die Bedeutung und ungebrochene Aktualität von Künstlern wie Mario Merz und Jannis Kounellis aus, die seit der Gründung der Hallen für Neue Kunst 1984 mit umfangreichen, bedeutenden Werkgruppen in Schaffhausen permanent vertreten sind? Das gleiche trifft auch für das Werk und den Künstler Joseph Beuys zu, der mit vielen italienischen Künstlern dieser Generation befreundet war und vornehmlich seit den 1970er Jahren in zahlreichen Ausstellungen in Italien gesehen werden konnte. Mit dem Werk „Das Kapital Raum 1970-1977“ ist Joseph Beuys mit einem Schlüsselwerk in den Hallen permanent vertreten.
Warum also ist eine Beschäftigung mit dem Werk dieser Pioniere der 1960er Jahre für jeden Einzelnen so gewinnbringend und welche Rolle spielt dabei die Präsentation ihrer Werke, wie sie etwa in den Hallen für Neue Kunst seit 27 Jahren exemplarisch zu erfahren ist? Darüber werden am kommenden Sonntag die beiden Kunsthistorikerinnen, Christiane Meyer-Stoll und Ines Goldbach, vor den Werkeinrichtungen von Mario Merz, Joseph Beuys und Jannis Kounellis in den Hallen für Neue Kunst sprechen.
Christiane Meyer-Stoll ist seit 2000 als Kuratorin am Kunstmuseum Liechtenstein beschäftigt und hat u.a. 2010 eine gross angelegte Arte Povera Ausstellung ausgerichtet. Ines Goldbach hat über Jannis Kounellis und die Arte Povera promoviert.
Sie sind herzlich zu diesem Gespräch eingeladen.