
Sonntag, 17.06.2012
11:30 Uhr
Hallen für neue Kunst
Der Umgang mit Raum und Zeit: Ostasien und der Westen im Vergleich
Mit Lisa Köllner, Studentin der Kunstgeschichte Ostasiens
Jede Kultur wird geprägt von geschichtlichen Ereignissen und ihrer natürlichen Umgebung, vor allem aber von den Menschen, die ihr angehören. Und auch wir Menschen werden von der Kultur, in der wir leben, beeinflusst und unsere Wahrnehmung durch diese geformt.
Der italienische Künstler Mario Merz beschäftigt sich in seinen Werken eingehend mit Raum und Zeit. Schon bei der Entstehung seiner Werkideen, der Wahl der Materialien und der Ausführung seiner Arbeiten spielen diese beiden Aspekte eine grundlegende Rolle. Seine Iglus wären jederzeit abbaubar und in den Spiralen, die sich in seinen Werken immer wieder finden, drückt sich das Wachstum im Verlauf der Zeit aus.
Auf den ersten Blick scheinen die Herkunft des Künstlers und der Standort der Werke in Schaffhausen eine westlich geprägte Betrachtung dieser Aspekte zu fordern. Was aber geschieht, wenn man sich mittels Denkansätzen aus der ostasiatischen Kunst und Kultur an die Werke Mario Merz' in den Hallen für Neue Kunst annähert?
In der Sonntagsmatinée am 17. Juni 2012 nimmt die Studentin der Kunstgeschichte Ostasiens, Lisa Köllner, Besucher mit auf eine Entdeckungsreise durch die eigene Wahrnehmung von Raum und Zeit und verleiht dieser eine ostasiatische Perspektive.