
Sonntag, 09.09.2012
11:30 Uhr
Hallen für neue Kunst
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile
Kunstbetrachtung aus Sicht einer Studentin der Sozialwissenschaft
Der griechische Philosoph Aristoteles entwickelte eine Idee, die uns noch heute in zahlreichen Wissenschaften beschäftigt. Seien es Neurologie, Biologie, Politik oder Soziologie, vielen ist ein Phänomen gemein: die Emergenz. Sie beschreibt das Phänomen, dass sich aus bestehenden Strukturen und Elementen neue Eigenschaften herausbilden, die sich jedoch nicht auf die Eigenschaften zurückführen lassen, die jedes einzelne Element für sich aufweist: Ein Baum allein ist noch lange kein Wald, Moleküle, aus denen sich das Wasser zusammensetzt, sind vereinzelt nicht flüssig und eine Information besteht aus mehr als nur Buchstaben, Wörtern oder Syntax.
Genauso verhält es sich mit der Kunst. Die blossen Materialien – Farben, Holz oder Leinen – sind für sich alleine noch kein Kunstwerk. Es gehört mehr dazu, als die Farbe auf dem Leinen, das Gemälde an der Wand oder eine Installation im Raum. Aber was macht die Kunst dann zur Kunst?
Ricarda Quell, Studentin der Sozialwissenschaft, lädt Interessierte ein, diesem Phänomen anhand der Werke der Hallen für Neue Kunst genauer auf den Grund zu gehen.
Sie sind herzlich willkommen!
Der Eintritt kostet 14 Franken, ermässigt 8 Franken.