The Hilliard Ensemble und der bekannte Violinist Paul Giger führen TENEBRAE auf
Der Musiker Roman Rutishauser, in der klassischen Musik gleichermassen zuhause wie im Jazz und im Rock, hat ein ergreifendes, meditatives Klangbild komponiert, das vom englischen Hilliard Ensemble und vom Violinisten Paul Giger interpretiert wird.
Archaische Kraft und Energie
Ein eindringliches Konzert, das die Seele berührt. Zuhörende werden in den perfekten akustischen Kirchenräumen von den hochkarätigen Interpreten auf eine emotionale Klangreise mitgenommen. Gefühle von Ruhe, Vertrauen, Einsamkeit werden in Musik umgesetzt. Aber auch Verrat, Aufbegehren und unbändige Kraft sind das Thema der Komposition. Die Klangbilder rühren ganz grundlegende Aspekte an, welche die Menschen ihre eigene Energie spüren lassen und die im tiefsten Innern berühren. Dabei ist TENEBRAE in der heutigen Welt mit prunkvoll inszenierten Shows das Gegenteil von illusorisch visuellen und digitalen Effekten. Die Aufführung ist bewusst schnörkellos und lenkt mit keinen aufgesetzten Reizen von den Kernaussagen ab. Wer sich dem Konzert unvoreingenommen hingibt, kann sich auf meditativen Tonwellen – die nichts aufzwingen – forttragen lassen. Harmonische, lang anhaltende Töne kontrastieren mit Elementen aus verschiedenen Musiksparten.
Komposition
TENEBRAE bedeutet Dunkelheit und fasst die lateinischen Responsorien zusammen, welche früher in den Nächten von Gründonnerstag bis Karsamstag das Geschehen der Passion reflektierten. Über Jahrhunderte sind die TENEBRAE-Texte immer wieder vertont worden, von Don Carlo Gesualdo, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und anderen berühmten Komponisten. Das Thema hat den Schweizer Musiker, Künstler und Pädagogen Roman Rutishauser über Jahre begleitet und zu einer eigenen Komposition animiert. Er stellt nicht die Kreuzigungsgeschichte, sondern die damit verbundenen grundlegenden Erfahrungen in den Vordergrund. Roman Rutishauser verwendet sieben Texte aus der umfangreichen TENEBRAE-Sammlung und komponiert ein ungewöhnliches Klangbild, indem er eine A-cappella-Besetzung, wie sie in der Renaissance mit Altus-, Tenor-, Bariton- und tiefen Bass-Stimmen üblich war, mit einer einzigen Violine kombiniert. Seine Musik spannt einen überraschenden Bogen von meditativen Klangwelten bis zu Elementen voller rhythmischer Spannung und freier Improvisation.
Hochkarätige Musiker mit Lust auf Neues
Das englische «The Hilliard Ensemble» – eines der besten Vokalensembles weltweit – führt die Komposition von Roman Rutishauser gemeinsam mit dem bekannten Violinisten Paul Giger auf.
The Hilliard Ensemble ist einzigartig und gehört im Bereich der alten und der neuen Musik zu den besten Vokalensembles weltweit. Der unverkennbare Stil und die hoch entwickelte Musikalität ziehen das Publikum mit ihrem Mittelalter- und Renaissance-Repertoire sofort in ihren Bann. Das Ensemble zeichnet sich auch durch eine Lust an Neuem und ungewohnten Kombinationen aus. So wird The Hilliard Ensemble in den Aufführungen von TENEBRAE als ganzer Klangkörper situativ improvisieren können. Ein neuartiges Konzept, das vermutlich noch nie realisiert worden ist.
Der Violinist Paul Giger, geboren im Appenzellerland, reiste in jungen Jahren als Strassenmusiker durch Asien und absolvierte anschliessend sein Musikstudium an den Konservatorien Winterthur und Bern. Drei Jahre war er Konzertmeister des Sinfonieorchesters St.Gallen, seit 1983 arbeitet er freischaffend. Gigers Repertoire umfasst die Violin-Literatur vom Barock bis zur Moderne, weitere Schwerpunkte bilden Improvisation und eigene Kompositionen für Chor-, Orchester- und Kammermusik, die als CDs bei ECM erscheinen.
Eintritt: Fr. 30.–