Freitag, 18.02.2011
22:00 Uhr
Club Cardinal
Supported by DJ Positive
Ein Bild, ein sog. Public Image einer Band ist in der schnelllebigen Welt der Popkultur immer ein faszinierendes Trugbild gewesen, ein bunter Spielball der guten und der bösen Mächte. Und mit dieser Pseudowichtigkeit des Bandnamens bzw. des Erscheinungsbildes räumen die Glasgower THE PHANTOM BAND auch ordentlich auf.
Das Sextett bestehend aus Duncan De Cornell (Guitars & Fast Cars), Gerrard "Hartbreak" Harvard (Bass & Big Business), Andrew T Oxford (Keyboards & Cheeseboards) "Richard The Turd" Princeton (Harmonies & Libraries), Damien Duke Stanford (Drums & The Law) und Greg Yale (Pedals, Gold Medals, Banjos & ASBO's) spielte schon unter den obskursten Namen wie NRA, Les Crazy Boyz, Los Crayzee Boyz, Tower of Girls, Wooden Trees u.ä. Im Jahr 2005 haben die verrückten Schotten unter dem Namen Robert Redford auf eigenem Label Extreme Nudity eine Single The Mummy and Daddy Dance veröffentlicht. Kurze Zeit später nannten sie sich wiederum Robert Louis Stevenson, und spielten einige legendäre Gigs in Glasgow (Stereo, Nice'n'Sleazy) und Edinburgh (Wee Red Bar), um anschließend 150 Audiokassetten zu veröffentlichen und zwar unter einem vollkommen anderem Namen Nobodaddy (Andrews DJing Alter-Ego). Seit 2006 pflegen sie den recht soliden und stabilen Namen THE PHANTOM BAND zu benutzen, unter dem sie auch 2007 eine 7" Single Throwing Bones bei einem Londoner Minilabel Trial & Error Recordings veröffentlicht haben. Und gerade diese tolle Single hat Chemikal Underground dazu geführt, THE PHANTOM BAND unter Vertrag zu nehmen.
Und wie klingt überhaupt ihre Musik? Man könnte leichtsinnig behaupten, the Phantom Band sind eine Schnittmenge aus Cpt. Beefheart und Bonnie 'Prince` Billy, oder ein kräftiger Mischmasch aus Neu! und Nick Cave. Andere Propheten hören wiederum eine eklektische Mischung aus The Beta Band, Super Furry Animals und Violent Femmes (aber bitte nur aus der Hallowed Ground-Ära!). Wie jetzt, was nun? Wir meinen, THE PHANTOM BAND darf man mit keiner diesen Bands in einen Topf werfen, Fans von Folk, Pop, Techno, Classic Rock, Metal, Noise und Gospel werden ihre Musik einfach nur lieben.
Mit im Gepäck haben sie die neue Platte namens «The Wants»